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Freilich wird die Hagav unterwegs vom Engel des Herrn aufgefordert naeh Hause zurückzukehren. Aber diese Rückkehr der Hagar zu erziihlen, dazu sieht sich der alttestamentliche Berichterstatter genötigt durch das Interesse, einen Zusammenhang zwischeu Gen. 16 und Gen. 21 herzustellen. Doch bietet der aegyptische Mythus gerade auch zu dem Auftreten des Engels des Herrn, der der Hagar einen guten Rat gibt, eine Parallele. Der fliehenden Isis gibt im aegyptischen Mythus der Gott Thot solch einen guten Rat: „Ich Isis verliess die Wohnung, in welche mich mein Bruder Set gesteckt hatte. Siehe da sprach Thot, der grosse Gott, der Fürst der Wahrheit im Himmel und auf Erden zu mir: Komm! Isis, das ist auch etwas Gutes, zu gehorchen, und es wird der Eine leben, wenn der Andere als ein Ratgeber auftritt. Verbirg dich mit dem kleinen Knaben. Er komme zu uns, wenn er erwachsen ist und seine ganze Starke erlangt haben wird. Du setze ihn (dann) auf den Thron seines Vaters und überliefere ihm das Königsamt und das Scepter des Landes" (402). Die Erziihlung ferner in Gen. 21, dass Hagars Sohn in der Wüste dem Yerdursten nahe ist und dann durch den Wasserquell, der sich wunderbarerweise auf'thut, und aus dem er getriinkt wird, gerettet wird, hangt teils damit zusammen, dass der Feind der Isis und ihres Kindes der böse Set ist, der Herr der Wüste, der Urheber aller schiidlichen Einflüsse, speciell auch der Bewirker der Dürre und des Durstes, andererseits damit, dass das Wasser nach der aegyptischen Mythologie das Lebenselement ist, aus dem das Kind der Isis, der junge Horus, ersteht. Dass die Hagar ihren Sohn in der Wüste unter einen Strauch legt, ist ein Zug, für den man ja nicht notwendig nach einem Analogon zu suchen braucht. Doch ist zu bemerken, dass die Neit ihre heiligen Baume hat (353). Ja es gibt selbst noch eine nahere Parallele. Im Nomos von Arabia erscheint Horus, der Sohn der Isis, als Sopt, der Herr des Ostlandes. Und auf den Darstellungen ist es bald dieser Sopt bald seine Mutter, die im Schatten des diesem Gotte heiligen Nebesbaums Platz nehmen (56(5 f. 569).

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