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Endlich könnten wir noch darauf weisen, dass auch zu der feindlichen Haltung der Sara, die die Hagar und ihren Sohn nicht in ihrem Hause dulden will, der aegyptische Mythus eine Art Seitenstück zu enthalten scheint. Aut ihrer Wanderung kommt namlich Isis in eine Stadt, wo eine vornehme Frau aus der Ferne sie erblickt und die Thüre vor ihr zuschliesst aus Unwillen ftber ihre Begleiter d. h. die 7 Scorpione. Diese toten darauf den Sohn der Frau, der aber von der Isis wieder belebt wird (403. 402).

Sind wir mit dieser Gleichsetzung der Hagar mit der saitischen Neit-Isis im Recht, dann dürf'te sich aut' demselben Wege wohl auch die aegyptische Parallele oder das aegyptische Urbild der weiteren Frau Abrahams d. h. der Qetura feststellen lassen. Da Abraham dein Urvater Nun entspricht, so werden wir wie in Sara und Hagar auch in Qetuia eine der aegyptischen kosniogonischen Urniütter zu erkennen haben. Unter diesen tritt neben der Neit besonders die Hathor hervor, und ihr Name zeigt denn auch eine unverkennbare Yerwandtschaft mit dem Namen Qetura. Doch können wir zu unseier Annahine keine weiteren Begeben, da das Alte Testament von der Qetura nichts naheres erziihlt. M ir können höchstens darauf weisen, dass die Qetura in Gen. 25 speciell als die Stammutter arabischei Stamme vorgestellt wird, wozu passen würde, dass die Hathor gerade auch zu dem bereits erwiihnten Gott Sopt, dem Herrn des Ostlands (Arabia), dessen Cultus nach Brugsch (507) weit in den Osten hinein sich erstreckt haben muss, als Mutter in Beziehung gebracht wird (569).

Ubersehen wir zum Schluss noch einmal die ganze Abrahamslegende in ihren verschiedenen Teilen, so erweist sie sich durchweg als ein Niederschlag von Sonnensagen, der Sagen von Ka und seinem Vater Nun. Und eben dies, dass die Abrahamslegende diese einheitliche Erklarung gestattet, ist ein starker Beweis für die liichtigkeit der letzteren.

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