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Aegypten und die Bibel

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Geschlechter auf Erden gesegnet werden sollen. Jakob nennt beim Erwachen die Statte „Pforte des Himmels''.

Die aegyptische Mythologie scheint uns zu dieser Erzahlung eine sprechende Parallele anzubieten. Qeb, der Vater des Osiris, ist der Erdgott, der gewöhnlich dargestellt wird als ein liegender Mann, die eine Hand dem Himmel, die andere der Erde zugewendet. Sein Sitz ist das Gebiet von On oder Heliopolis, die im Osten gelegene Himmelszone, in welcher sich die Sonne an jedem Morgen von Neuem erhebt (577). Qeb ist darum auch der Himmelspförtner an dieser Stelle, denn er schiebt die Riegel zurück, um die Pforte des Himmels zn öfFnen und dem kommenden Licht den Weg frei zu machen (580. 609 f.). Er ist der Freund der Toten, der ihnen als Führer dient an der Pforte des Himmels, und in dessen Gegenwart der zu neuem Leben Erstandene, wie der Sonnengott selbst, auf der „Himmelsleiter" zur Höhe emporsteigt (580. 590).

Man sieht: zu jedem einzelnen Punkt der Erzahlung in Gen. 28 haben wir hier die Parallele oder das Vorbild, 1, zu der liegenden Haltung Jakobs, 2, zu dem Traum von der „Himinelsleiter", 3, zu dem Namen „Himmelspforte", den Jakob dem Orte gibt '). Und wenn die östliche Himmelszone der Sitz des Qeb ist, so entspricht dem ganz unser bereits früher gewonnenes Resultat, dass Jakob den Traum nicht in Bethel, sondern im Osten, auf seiner Peise von Gilead nacli Charran gehabt hat. Von der Thatsache aus aber, dass Qeb der Herr des Erdbodens ist (576), erkliirt sich auch der Segen, der dem Jakob zu Teil wird, die Verheissung, dass das Land ihm und seinem Samen gehören soll, dass er sich ausbreiten soll nach allen Himmelsgegenden, und dass durch ihn und seinen Samen

1) Auch im Segen Bileams (Num. 24, 9) erscheint Jakob oder Israël als ein liegender Mann: „Er li at sich hingestreckt wie ein Löwe und wie eine Löwin, wer will ihn aufreizen"? Man könnte iiberdies fnigen, oh diesem Bilde nicht speciell die Darstellung des Qeb zu Grunde liegt, nach welcher er hingestreckt oberhalb der seltsamen Gestalt zweier mit einander verbundener Löwenleiber in liegender Stellung der Wachter des Gottes Aker d. h. der Unterwelt ist (580)? Doch ist es in der- aegyptischeu Mythologie Aker nicht Qeb, der durch das Löwenbild dargestellt wird (cf. Wiedemann, a. a. O. S. 103).