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Zu Gunsten der Gleichsetzung von Esau mit Schu fallen aber noch einige andere Momente ins Gewicht. Isaak hat, da er alt war und seinen Tod nahefühlte, seinen Solin gesegnet, und zwar inuss dieser gesegnete 8ohn, wie wir sahen, ursprünglich Esau gewesen sein. So hat auch Ra, ehe er sich seiner zunehmenden Schwache wegen von dieser Welt zurückzog, seinen Solin Schu gesegnet d. h. ihn als seinen Stellvertreter, als die neue Sonne auf der alten Erde eingesetzt (207)')• Auch die Flucht Jakobs vor Esau erklart sich selir einfach auf Grund der Gleichung Esau = Schu. Denn wenn Schu als der Sonnenstrahl überhaupt der Erde freundlich ist, so ist er ihr Feind als die glühende Sonne in der heissesten Zeit des Jahres, als welche Schu in der Gestalt des bei den Aegyptern die Zornesglut andeutenden Löwen vorgestellt wird (432).

Ist nun Esau = Schu und Jakob = Qeb, so ergibt sich auch hieraus, dass das Yerhiiltnis von beiden ursprünglich nicht das von Brüdern gewesen sein kann. Denn Schu ist der Vater des Qeb (577) 2). Darum muss Esau ursprünglich der Vater und Gott von Jakob gewesen sein.

Dass dem in der That so war, davon enthiilt die alttestamentliche Erzahlung noch die deutlichen Spuren. Man braucht zu diesem Zweck nur den Bliek zu werfen aut Gen. 32 und 33. Da ist in erster Linie bezeichnend, dass dem Jakob, gleich wahrend er dem Esau entgegenzieht, die Engel Gottes erscheinen. Dazu kommt ferner, dass mitten zwischen der Yorbereitung der Begegnung Jakobs mit Esau und dieser selbst, die Begegnung und der Ringkampf Jakobs mit Gott d. h., wie wir sahen, mit Schu stattfindet. Überdies ist bemerkenswert die grosse Furcht Jakobs vor Esau, die Thatsache, dass Jakob sich selbst den Sklaven Esaus und diesen fortwiihrend seinen Gebieter nennt, ganz besonders aber, dass er 33, 10b zu ihm sagt: „ Habe ich ja doch dein Antlitz erschaut wie man Elohims Angesicht

als ob auch für die Israeliten in der Gestatt des Esau Schu mit Set zusammengeflossen sei.

1) Cf. Wiedemann, a. a. O. S. 36.

2) Cf. Wiedemann, a. a. O. S. 122.

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