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falls zu Gunsten der Identitit von Joseph mit Osiris. Denn Osiris ist, speciell in seiner Serapisform '), der Gott, der durch prophetische Traume Orakel giht2).

Wenn nun Joseph terner in Folge seiner Traumdeutung aus dem Gefangnis befreit und zu königlicher Stellung, gleichsam zum zweiten Pharao erhoben wird und nun als weisen Fürsten und als den grossen Wohlthater und Ei-halter Aegyptens sich erweist, so spielt er auch hiemit vollkommen die Rolle des Osiris. Denn auch dieser ersteht, wie wir schon aus dem Roman von den beiden Brüdern ersehen haben, in seinem Sohne Horus zu neuem Leben, wird Erbprinz und König von Aegypten und ist in seiner Identitiit mit dem Nil der grosse Versorger des Landes. Speciell das Verhiiltnis des Joseph zu Pharao, der jenem alles überlasst und nur des königlichen Stuhles höher sein will als Joseph, entspricht ganz dem Verhaltnis, in welchem Osiris zu Ra steht. Ra ist der oberste Gott, aber Osiris ist sein kosmischer Stellvertreter und als solcher der grösste Landesgott (630. 653). Nicht ohne Bedeutung ist denn auch, dass Joseph gerade in On d. h. Heliopolis, wo der berühmte Tempel des Sonnengottes Ra sich befand, seinen Sitz hat (Gen. 41, 45. 50). Osiris ist ja der Liebling des Ra und der Fürst (sera) in Heliopolis (628). Josephs Frau heisst Asnath (Gen. 41, 45), aegyptisch Ns-nt, d. h. der Göttin Neit gehorig oder die Tochter der Neit. Nun ist Osiris eigentlich der Sohn der Nut und seine Schwester und Gemahlin lsis die Tochter der Nut. Aber er wird wohl auch (cf. die Inschrift zu Philae bei Brugsch, S. 344) als Sohn der Neit bezeichnet, und damit mag es zusammenhangen, dass auch seine Gemahlin als Tochter der Neit aufgefasst wurde.

lnwiefern der Name, den Pharao dem Joseph gibt, Zapnath-Paneach, für unsere Frage von Bedeutung ist, bleibt zweifelhaft, solang es an einer sicheren Erkl&rung des Namens fehlt. Da die LXX Wov&o/uqxxvi/x haben, hat es sehr viel für sich, eine Umstellung der beiden ersten

1) Cf. Lange bei Saussaye2, I. S. 118.

2) Wiedemaun, a. a. O. S. 143.

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