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da dort einst das Passah gefeiert worden ist, nilmlich zu Anfang des Frühlings, wenn die erste Tag- und Nachtgleiche ist, nehmeu alle Aegypter, ohne zu wissen was sie thun, Rötel und streichen damit ihre Schafe an, wie auch die Baume, die Feigen und so weiter, indem sie vorgeben und behaupten, dass an jenem Tage einmal der ganze Erdkreis in Brand aufgegangen sein soll. Die feurige Farbe des Bluts aber sei ein Schutzmittel gegen eine derartige grosse Plage".

Diese noch zur Zeit des Epiphanius bestehende Gewohnheit der Aegypter, zur Zeit der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche ibre Schafe und Baume mit roter, an Blut erinnernder Farbe zu bestreichen zur Abwehr einer Calamitat, ist eine unmittelbare Parallele zu dem altisraëlitischen Brauche, um zur Zeit der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche die Oberschwelle und die Thiirpfosten der Hiiuser zur Abwehr des Verderbens mit dem Blut des Passahlamms zu bestreichen. Haben wTir damit für die Annahme, dass das Passahfest aegyptischen Ursprungs ist, bereits einen Anhaltspunkt gewonnen, so können wir noch weiter zeigen, dass das Fest von Alters her in Aegypten zu Hause ist und in der aegyptischen Mythologie seine Erklarung findet.

Etwas Naheres über das Fest, in dem wir die aegyptische Parallele bezw. das aegyptische Urbild des israëlitischen Passahfestes sehen, erfahren wir durch Herodot, der uns II, 47. 48 das Dionysusfest der Aegypter beschreibt.

„Das Schwein, sagt er, sehen die Aegypter für ein unreines Thier an... Aber der Selene und dem Dionysos opfern sie zur selben Zeit, an demselben Vollmond, ihre Schweine und speisen ihr Fleisch". Dass die Aegypter an anderen Festen Schweine verabscheuen, an diesem opfern, beruhe auf einer Sage, die Herodot nicht mitteilen will. Nach dem 112. Capitel des Totenbuchs ') wird dem Horus (Dionysus) das Schweinsopfer gebracht, weil Set einst in der Gestalt eines schwarzen Schweins dem Auge des Horus

1) cf. Naville, Le Chapitre 112 du Livre des Morts, Études dédiées a Mr. Leemans, Leide, Brill, 1885, p. 75 sqq.

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