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annimmt, „geboren von", „Sohn des", so <lass er als Abkürzung zu betrachten und ein Gottesname zu erg&nzen ist, dann legt sich als der volle Name Amosis nahe. Das heisst „Sohn des Mondes"'), was wiederum stimmt zu der Gleichung Mose = Thot, da der Neumond das Kind des Mondes ist.

Eine andere Spur davon, dass Mose ursprünglich der Neumond ist, finde ich in der Erzahlung Ex. 34, 29 ft'., wo gesagt wird, dass Mose, wenn er mit dem Yolke redete, auf sein Angesicht eine Decke legen musste, um den Glanz desselben zu verbergen. Ware Mose von Hause aus eine menschliche Persönlichkeit gewesen, so hiitte eine solehe Erzahlung nicht aufkommen können. Sie ist ja von einem Menschen unbegreiflich und liisst sich nur verstehen, wenn hinter der vermeintlichen Person in Wahrheit ein Himmelsgestirn sich verbirgt. Speciell aber erkliirt sich die Sache, wenn Mose ursprünglich der Neumond war. Denn als Neumond scheint der Mond eine Decke über seiuem Angesicht zu tragen.

Dass Mose — Thot = der Neumond ist, geht ferner ganz unzweideutig hervor aus der inerkwürdigen Erzahlung in Ex. 83, 12—23. Mose will ein Zeichen haben, dass er und das Volk Gnade vor Gott gefunden haben, und verlangt darum, Gottes Herrlichkeit schauen zu dürfen. Gott sagt ihm denn auch: „Ich will all meine Schone an dir vorüberziehen lassen", aber er fiigt hinzu: „Du kannst mein Antlitz nicht schauen, denn kein Mensch bleibt am Leben, wenn er mich siehet". Darum will Gott, wenn seine Herrlichkeit vorüberzieht, Mose in eine Höhlung des Felsen stellen und seine Hand über ihn decken, bis er vorüber ist. Wenn er dann seine Hand entferne, werde er seine Rückseite sehen.

Dass dieser Erzahlung eine Naturerscheinung zu Grunde liegt, kann nicht bezweifelt worden. Der in einer Höhle des Felsen stellende Mose, dessen Angesicht von Gott be-

1) Aali-mes-su bedeutet eigentlich „Aah (der Mondgott) gebar (zeugte) ihn", nacli einer gütigen Mitleilung von Prof. Wiedemann in Boun.

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