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der altaegyptischen Wage (besonders in der Unterwelt) befand. Wegen seiner Beziehung zum Mond, speciell zum Neumond, triigt dieses Tier haufig die Mond- oder Neumondscheibe auf dem Kopte '). Bemerkt sei noch, dass Mose in dieser Schiedsrichterstellung auch in audern Stellen, wie Ex. 2, 11—14 und Ex. 18, 16, erscheint.

Die Erzahlung, der die letztere Stelle entnommen ist, muss aber überhaupt noch etwas niiher ins Auge gel'asst werden. Mose setzt sich, so wird Ex. 18, 13 tf'. erziihlt, um dem Yolke Recht zu sprechen, und vom frühen Morgen bis zum spater Abend kommen die Leute zu Mose, um Orakel zu holen. Denn, so erklart er seinem Schwiegervater Jethro, wenn sie eine Rechtssache haben, kommen sie zu mir, damit ich entscheide, wer von beiden Recht hat, und verkiindige ich die Rechtssprftche und Entscheide Gottes. Jethro gibt nun Mose den Rat, sich nicht den ganzen Tag von den Leuten überlaufen zu lassen, sondern zu seiner Entlastung dem Volk eine Anzahl Yorgesetzter zu geben, die von Mose über die Rechtssprechung belehrt dem Volke jeder Zeit Recht sprechen können.

Auch hier scheint Mose wiederum ganz dem Thot zu entsprechen. Wie Thot der Richter aut Erden ist (447), so ist hier Mose der Richter seines Volkes, und wie Thot das göttliche Vorbild für den menschlichen Richter ist und den Ehrentitel der „Oberrichter" führt (478), so erscheint Mose den von ihm eingesetzten untergeordneten Richtern gegentiber genau in dieser Rolle.

Ich füge hiezu die Erzühlung voni Wasser aus dem Felsen (Ex. 17, 1—7; Num. 20). Dass die Israeliten von Mose bezw. Gott Wasser in der Wüste verlangen, erinnert zunachst an eine von Brugsch (58 f.) erwahnte Erzahlung,

1) Naoh Horapollon (I, 14) wollten die Aegypter aus dem Verhalten der miinnlichen und weiblichen Hundekopfaffen in den ïempeln die Conjunction von Sonne und Mond (beim Neumond) erkennen. Ein stehender und die Hande zum Himmel emporhebender Kynokephalos, mit einem königliclien Abzeiehen auf dem Kopf galt nach Horapollon (I, 15) bei den Aegyptern für den schriftlichen Ausdruck des Mondaufgaugs. Die Stellung des Tiers drücke namlich, wie er hinzufiigt, seine Freude und seinen Dank gegen die Mondgottheit aus, da beide wiederum des Lichtes teilliaftig seieu (154).

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