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IV. DIE LADE JAHVES. DER STAB AARONS. DIE EHERNE SCHLANGE. DIE EROBERUNG JERICHOS. RACHAB.

Der israelitische Jahve hat nach der alttestamentlichen Überlieferung auch eine Lade gehabt, wie sie manche der aegyptischen Götter gleichfalls haben, wie sie aber auch bei andern, zumal altsemitischen, Vólkern vorkommt. Als feststehend darf man annehmen, dass die Lade ursprünglich nicht Bundeslade und Behalter der Gesetzestafeln gewesen ist. Die Lade muss vielmehr irgendwie das numen praesens in sich geschlossen haben (cf. besonders 1 Sam. 4—6 und 2 Sam. 6). Wenn nun aber die Lade den Gott selbst in sich geborgen hat, so reimt sich das freilich nicht zusammen mit der Vorstellung vom Sinai als dem Wolmplatz Jahves. Der Cultus der Lade scheint demnach erst nachtraglich mit dem Cultus des Jahve vom Sinai zusammengeschmolzen zu sein. Der Gott der Lade muss also ursprünglich entweder nicht Jahve selbst gewesen sein sondern der besondere Gott irgend eines israelitischen Stammes, oder muss die Lade, wenn sie auf Jahve sich bezog, das Heiligtum eines Stammes gewesen sein, für den Jahve nicht speciell der Gott vom Sinai war. Da nun die Lade spater zu Silo stand, der Hauptcultstatte des Josephstammes, so hat man — und wohl nicht mit Unrecht — angenommen, dass die Lade ursprünglich das Heiligtum der Josephiden gewesen sei.

Was ist nun die ursprüngliche Bedeutung der Lade gewesen1? Wenn sie anfiinglich das Heiligtum der Josephiden war, dann muss sie ihre Erklarung finden im Zusammenhang mit dem, was wir über Joseph festgestellt haben. Joseph nun war, wie wir sahen, Osiris und der tote Joseph wurde nach

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