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MAX DANNENBERG

VAN

W. A. PAAP.

(Minden, J. C. C. BRUNS.)

Wiederum ist es die Emanzipation der Frau, um die sich dieser Roman dreht; das Freiwerden von den althergebrachten Sitten und Rechten zwischen Mann und Weib. In} Anfang meint man, der Autor stehe ganz auf Seite der Modernen, er billige zum Beispiel eine Ehe zu Dritt, er wolle solchen Sonderbarkeiten das Wort reden. Aber nach und nach merkt man, dass er derlei Dinge nur lebenswahr beschreibt, um ihre Unmöglichkeit zu beweisen. So lebt Max Dannenberg eine Zeitlang mit seinem Freunde und dessen Frau, alle drei finden dieses Verhaltnis edel. Aber im Moment, wo das Kind geboren wird, fühlen sie die Unnatur: das Kind gehort zur Mutter, die Frau zu ihrem Mann und der Dritte? Er steht abseits, obgleich er der Vater des Kindes ist. Im weiteren Verlauf der Erzahlung tritt diese Frage noch einmal an Dannenberg heran, in viel hiisslicherer Weise; da wird ihm klar, wie unmoralisch, wie abscheulich dieser Zustand ist. Alle möglichen. Menschen und Verhaltnisse gruppieren sich um Max Dannenberg. Der Roman ist eben ein Stück Leben, wie er es ja sein soll. Einige Figuren sind sehr gut gezeichnet, zum Beispiel Frau Professor, die in Wohltatigkeitsvereinen und modernen Unternehmungen aufgeht. Dann Lotte Giese und Marie, die bestandig einen reichen Mann wünscht. Die Frauen-

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