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land kommt derartiges vor, wird aber da entschieden als Dialekt empfunden. Wird diese Bewegung aufwarts zu weit fortgesetzt, dann hort man hinter e: und 0: ein i oder ein j; hinter o: ein u; die Vokale werden also geradezu diphthongiert (z. B. in Amsterdam).

82. Auch im Deutschen haben die Vokale Neigung vor auslautendem r weiter zu werden (Erklarung 203), was sich wieder bei e: o: und 0: am meisten bemerkbar macht. Dass im Niederlandischen der Einfluss des r starker wirkt, muss wohl auch der schlafferen Artikulation zugeschrieben wei-den.

83. Wahrend deutsclies a: und a von manclien Phonetikern (auch Bühn. (58) qualitativ völlig gleich genannt werden, ist das a in nat und naad sehr verschieden. Bei den kurzen a, e, o liegt die Zunge im Niederlandischen etwas tiefer als im Deutschen, namentlich ist dies fur a der Fall.

84. Man spreche die deutschen langen Vokale mit der Quantitat der niederlandischen Vokale vor r, also Thron langer als troon, flel langer als viel, See langer als zee.

85. Ndl. ie in bieden, oe in voem, nu in rekruut werden etwas weniger eng und geschlossen gebildet als iit:, y: in den entsprechenden deutschen Wörtern.

86. Den Laut e: hort man wohl einmal in dem niederlandischen wereld. Wir wollen gleich bemerken, dass deutsches s: nicht immer dem è in père entspricht, sondern sehr hiiulig die Mitte halt zwischen diesem Laut und e:, von einigen sogar, was nicht zu empfehlen ist, dem e: gleichgesetzt wird.

87. Dem deutschen Vokalismus fehlt: