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Grund darin, dass die Milchkontrolle im allgemeinen noch stets in Handen der Chemiker ist. Jedoch ist von verschiedenen tierarztlichen Autoritaten auf diesem Gebiete wiederhoit auf diesen Uebelstand hingewiesen: Prof. Ostertag in der Zeitschrift für Fleisch- und Milchhygiene im Jahre 1903 (14. Jahrgang Seite 1 und 41); Prof. Zschokke im Schweizer Archiv, Jahrgang 1905; Dr. Johan Sobelsohn (Wien) im tierarztlichen Centralblatt 1905 No. 2; Schuemacher (Freiburg Br.) in der Deutschen Tierarztlichen Wochenschrift 1905 No. 4; F. Glage (Hamburg) in der Zeitschrift für Fleisch- und Milchhygiene Jahrgang 17 (1907) Seite 306; sie verteidigen alle die These: „Die Milchkontrolle gehort in die Hande der Tier&rzte."

F. Glage sagt in der letztgenannten Zeitschrift sehr richtig: „Der Chemiker kann die unverfülschte Milch zwar analysieren, aber seine Befunde, selbst die rein chemischen, nicht deuten, ganz abgesehen von den Veranderungen an den Zeilen der Milch und dem Gehalt an pathogenen und nicht pathogenen Bakterien. Deshalb ist diese Milchuntersuchung durch den Chemiker (abgesehen von dem Nachweis von Verfalschungen und Konservierungsmittel) ziemlich wertlos. Je mehr sich die Einsicht Bahn bricht, dass es keinen Zweck hat, nur einige Symptome, wie die Höhe des Fettgehalts, das speziftsche Gewicht etc., bei der Milchkontrolle zu beobachten, sondern dass die gesundheitliche Begutachtung der Milch in ihrer Eigenschaft als Sekret eines Tieres weit wichtiger ist, desto mehr wird der Tierarzt bei der Kontrolle des Milchverkehrs in den Vordergrund treten mussen."

Inzwischen ist es auch Sache der Tierarzte hieran weiter mitzuarbeiten und die Aufmerksamkeit darauf zu lenken.

M. Porcher, Professeur de Chimie a 1'Ecole vétéri-

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