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„Bei der standigen Anwesenheit dieser Bakteriengruppe in dem Darmkanale ist es nicht unwahrscheinlich, dass in dem Saftestroni des betreffenden Tieres sich Gegenkörper irgendwelcher Art gegen das Bacterium coli befinden, von denen kleine Mengen auch in die Milch übergehen."

Das bakterizide Vermogen der Milch ist für die Kasebereitung darum von so grosser Wichtigkeit, weil die Milch, wenigstens auf den Gehöften, in der Regel 1—2 Stunden nach der Gewinnung, zu Kase verarbeitet wird. (Für die Kasebereitung ist es natürlich von grosser Bedeutung, nicht nur welche Bakterien, sondern auch in welcher Men ge diese mit der zur Kasebereitung gebrauchten Milch in den Kübel kommen). Zufallige Infektion von iibrigens vollkommen normaler Milch kommt dadurch (falls die Anzahl infizierender Bakterien nicht zu gross ist) nicht zur Entwickelung; um so weniger, weil nach den Untersuchungen von Von Schmitz der frisch bereitete Kase die bakteriziden Eigenschaften behalten hat.

Wenn jedoch Kase von pathologischer Milch gemacht wird, in welcher eine einseitig vorherrschende Bak ter ien v ege ta tio n anwesend ist, dann tritt die bakterizide Phase nur sehr wenig zu Tage 1) und können auch einige Erscheinungen beim Reifen zu früh oder zu stiirmisch verlaufen, oder ein abnormaler Zersetzungsprozess mit Gasbildung das ganze Produkt verderben. Wiihrend bei der Kasebereitung mit normaler Milch die wenigen eventuell darin anwesenden gasbildenden Bakterien durch das bakterizide Vermogen dieser Milch vernichtet, oder sicher in ihrem Wachstum behindert werden (lte Phase: C. J. Koning), hierauf durch die bald in der

1) Diesbezügliche Untersuchungen von C. J. Koning (1. c.).

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