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Thomassen teilt einen Fali mit 1), in dera er in der nor mal aussehenden Milch einer Kuh aus einem Stall von 13 Kindern immer wieder koliforme Bazillen beinah in Reinkultur antraf; diese Milch offenbarte sich als die Ursache der Bakteriaemie unter den Kiilbern Dieser Bacillus wies alle bekannten Eigenschaften des Bacterium coli commune auf, warauchstark gasbildend. Falls nun diese Milch, ausser als Kiilberfutter, auch für die Zubereitung von Kiise gebraucht worden ware, erscheint es mehr als wahrscheinlich, dass Blahungen im Kiise entstanden waren.

Lafar 2) erwahnt. dass auch Bacterium lactis aerogenes zu Euterk rank hei ten in Beziehung stehen kann.

Die Anwesenheit von Bacterium coli commune und Bacterium lactis aerogenes im Euter muss in der Regel einer galactogenen Infektion zugeschrieben werden. Wenn man im allgemeinen darïiber einig ist, dass die gesunde Darm wand von nicht sehr jungen Tieren 3) keine Kolibakterien durchlasst, bezüglich der Frage,

1) Tijdschrift voor Veeartsenijkunde, 24. Jahrg. Seite 313.

2) Handbuch der technischen Mykologie. II. Aufl. Jena 1906, S. 54G.

3) Bei sehr jungen Kalbern, besonders bei solchen, die noch kein Futter gehabt haben, ist nach Dr. Po els auch die gesunde Darmwand sehr permeabel für virulente Kolibazillen : 30 ceM Bouillonkultur eines Kolibacillus aus dem Vestibulum einer Kuh gezüchtet, deren Kalb an Kolibaeillosis gestorben war, einem nüchternen Kalbe per Os eingegeben, hatte nach 19 Stunden den Tod, ebenfalls an Kolibaeillosis, ssur Folge. Die eingegebenen Kolibazillen ervviesen sich bei der bakteriologischen Untersuchung des Kadavers in allen Organen in enormer Menge anwesend.

(Rapport über die Kalberkrankheiten in Niederland. Im Auftrag seiner Exellenz des Ministers des Innern ausgegeben von Dr. Poels, 1899, Seite 109.)

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