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jene Bakterien in die Milch übergehen, die entweder Haemorhagien oder andere lokale Ërkrankun»en in die Milchdrüse setzen, durch die (leinormale Zusammenhang gestört wird".

Dieser Tatsache wird es denn auch wohl zu verdanken sein, dass der Bacillus bovis morbificans bei den Versuchen von Basenau in grossen Mengen in der Milch gefunden werden konnte.

Da es jedoch bekannt ist, dass Bacterium coli Mastitis verursachen kann, ist es gewiss nicht ausgeschlossen, dass bei Enteritis Kolibakterien mit der Milch ausgeschieden werden können, wenn auch die Mastitis von so geringem Umfang ist (z. B. am Ende der Lactationsperiode), dass die Milch scheidbar keine Veründerungen erfahren hat. Dass pathogene Bakterien im Euter lebendig bleiben können, ohne dass weder an diesem Organ, noch an der Milch etwas Besonderes zu bemerken ist, geht z. B. auch aus der Tatsache hervor, dass in der Milch von ungefahr 10 % der Ziegen auf Malta Micrococcus Melitensis, meistens in grosser Anzahl, beinah in Reinkultur, gefunden worden ist. Auch in dem aus solcher Xiegenmilch bereiteten Kase ist dieser Micrococcus zu finden. 1)

lm allgemeinen wird in der Praxis wohl schwerlich mit Sicherheit festzustellen sein, ob eine Euterinfektion haematogen oder galactogen entstanden ist.

Eine Tatsache ist es jedoch, dass Milch aus gewissen Eutern gasbildende Kolibazillen enthalten kann, wenn die Milch auch unter streng aseptischen Vorsorgsmassregeln aufgefangen wird.

1) Handbuch der Mikroorganismen. Herausgegeben von Prof. Kolle und Prof. Wassermann. Erster Erganzungsbind 1907 Seite 621 und 622, Artikel von Eyre über Maltftfieber.

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