Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

enthielten allerlei Bakterien in grosset' Anzahl; die mittelsten weniger Arten, mehr Milchs&urebakterien; die letzten Strahlen nur einzelne Koloniën, die sich sowohl morphologisch, als auch biologisch als Milchsilurebakterien erwiesen.

Er impfte drei Röhrchen sterilisierte Milch mit resp. Milch der ersten, mittelsten und letzten Strahlen und liess siespontan versauern. Die Milch in dem Röhrchen mit den letzten Strahlen geimpft gerann zuerst und am regelmassigsten, darauf das mit den mittelsten und erst nach 2V2 mal so viel Zeit das mit den zuerst erhaltenen Strahlen geimpfte. Hier müssen n&mlich die Milcbsaurebakterien erst den Existenzkampf gegen die anderen Mikroorganismen führen.

So geht es auch bei der Kasebereitung.

Die Art und Weise, auf welche der Kiise gemacht wird, kann viel dazu beitragen, ob ein Fehler mehr oder weniger ernst zu Tage tritt. Es ist jedoch hier die Stelle nicht, um sich iiber die Technik der Kiisebereitung zu verbreiten. Für uns Tierarzte liegt der Schwerpunkt in dem Wissen, dass Milch von Kühen mit pathologischen Abweichungen Kiisefehler verursachen kann, selbst dann, wenn die Abweichungen so geringfügig sind, dass sie durch eine gewöhnliche klinische Untersuchung in der Regel nicht konstatiert werden können.

Inzwischen ist dies, mit Bezug auf Mastitis, widersprochen.

Prof. D r. W. Fleischmann sagt dies-bezüglich 1): „Auch die früher weit verbreitete Meinung, die Kase würden geblaht, sobald kleine Mengen der Milch von euterkranken Kühen in die Kesselmilch

1) Lehrbuch der Milchwirtschaft. VI. Aufl. li)08 Seite 323.

Sluiten