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logischen Forschungen nach Blahungserregern, die chemische Beschaffenheit der Milch und des Kases zu stark vernachlassigt."

Und gerade dieser Fall kommt in der Praxis verhaltnismaszig haufig vor. G 1 e i c h w i e z.B. Biestmilch, die Milch von einigen brünstigen Kühen, von altmelkem Vieh etc. G a s b i 1dung im Kase erregen kann, weil ihre chemische oder biochemische Zusammensetzung die Entwickelung einiger Bakterien begünstigt, ebenso kann u nter pathologischen Einflüssen durch das Euter Milch produziert werden, die obengenannter Gründe wegen für die Kftsebereitung u n g e e i g n e t i s t.

In mehrfacher Hinsicht sind die Untersuchungen von G. Belonowski 1): „Ueber die Produkte des Bacterium coli commune in Symbiose mit Milchsaurebazillen" auch von Wichtigkeit für die Kasebereitung. Nicht nur geht aus diesen Experimenten aufs deutlichste hervor, dass Bacterium lactis acidi die Zerlegung von Eiweiss und Milchzucker durch Bacterium coli behindert, sondern auch, dass die gleichzeitige Anwesenheit von Alkaliën (alkalischer Nahrboden) die Entwickelung von und die Zerlegung durch Bacterium coli stark befördert.

Bei amphoterer Reaktion der normalen Milch kann der Zusatz gering pathologischen Sekretes die Reaktion in eine alkalische verandern und damit den Nahrboden für Gaserreger, als Bacterium coli, geeigneter machen. Wahrend bei den Versuchen vun Belonowski in einem alkalisch gemachten Nahrboden in derselben Zeit und unter denselben Umstanden

1) Biochemische Zeitschrift VI. 1907 S. 251.

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