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stattfinden, die weit vom Gehöft entfernt sind, dann können versehiedene Eintlüsse diese Untersuchung erschweren, wenn nicht unraöglich machen.

Wahrend namlich Emil Reiss 1) aus der Tatsache, dass durch das Schiitteln von Milch mit Kieselguhr die Katalase auf diese zu übertragen ist, den Schluss zieht, dass diese an die Fettmembrane gebunden sein sollte, Koning meint, dass die Katalase der frischen Milch als ein spezittsches Milchferment aus dem Blute stammt, und Orla Jensen 2) die Leukozyten in der Milch als Katalase trager betrachtet, ist Seligmann 3) überzeugt, dass die Katalase nnr von Bakterien herstammend sein kann. Von einem praktischen Standpunkt betrachtet, macht der Ursprung der Katalase-Menge in normaler Milch keinen Unterschied. Von grösserer Bedeutung ist die Tatsache, dass • den bekannten Untersuchungen von C. J. K o n i n g 4) und Orla Jensen 5) zufolge auch versehiedene Bakterien, welche nach dem Melken in die Milch gelangen können, darin Katalase bilden, so dass, wenn wir beurteilen wollen, wieviel Katalase die Milch «lirckt nach (Ier Proriuktion enthalt, dio Untersuchung so eingerichtet werden inuss, dass der Einfluss letztgenannter Bakterien auf die Katalasebiklung sogut wie ausgeschlossen wird. Wie die ausfürlichen Untersuchungen von C. J. Koning 6), R u 11 m a n n und

1) Die Katalase der Milch: Zeitschrift für Klinische Medizin, Bd. 56, 1905, Seite 1.

2) loc. cit. Seite 211—224.

3) Zeitschrift für Hvgiene 1906, Bd. 52, Seite 101.

4) loc. cit. Seite 59.

5) loc. cit. Seite 219.

6) Biologische und Biochemische Studiën über Milch, Heft I, S. 55 f.f.

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