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sollen Toxtne pathologische» rrNpruiiKs aux dein liorpcr zii entfernen, wird viel Katalase produziert.

Der Reiz durch diese Toxine auf die Driiseiizelle ausgeübt, ist die Ursache dieser Erscheinung:

Einor zweiten Kuh spritzte ich in ein Vorder viertel 100 Gramm einer 2 % Borsiiurelösung. Die Milchmenge vor der Injektion betrug aus diesem Viertel 3 Liter; Katalase normal. 24 Stunden nach der Einspritzung VI2 Liter Milch; weder Leukozyten noch Bakterien in abnormer Menge; nichtsdestoweniger war der Katalasegehalt so erhöht, dass 5 cM;! Milch aus Ueberschuss von 1 % H202 75 cM:i Sauerstoff frei machten.

Nach Untersuchungen von A. Vryburg 1) erhöht Injektion von Borsaure den Opsoningehalt der Milch stark.

Die Empfindlichkeit des Euters für abnorme Reizung geht aus der Tatsache hervor, dass es mir durch Injektion sterielen Wassers, ja selbst durch streng aseptische Einspritzung von physiologischer Na-Cl Lösung gelang, den Katalasegehalt sehr zura Steigen zu bringen, ohne dass am Euter oder an der Milch etwas besonderes zu sehen oder zu schmecken war.

Ferner versuchte ich zu erforschen, ob auch durch Reizung der Drüsenzellen ohne Injektionen der Katalasegehalt erhöht werden konnte. Elektrische Reizung des Euters hatte keinen Einfluss. Darum verband ich ein gewöhnliches stiihlernes Milchröhrchen durch einen Kupferdraht mit einer elektrischen Batterie und einer Induktionsrolle, deren nicht starker Strom ich gut vertragen konnte. Nachdem das Milchröhrchen bei halb gefülltem Euter in die Zitze gebracht und der

1) Inaugural-Dissertation. Ziirich, 1908.

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