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andere Pol gegen das vorher befeuchtete Euter gehalten war, liess ich den elektrischen Strom V2 Stunde hindurchgehen. Die Kuh wurde eine Stunde spater gemolken; die Milchmenge war um V2 Liter grOMMcr als gewühnlich. 15 cM3 Milch gaben aus 5 cM3 1 % H,Oo 70 mM. Sauerstoff. Eine grössere Anzahl Leukozyten waren weder mikroskopisch noch mit einem Trommsdorff'schen Röhrchen zu finden.

Selbst wenn ich ein Euter eine Viertelstunde lang flink massieren liess, erwies sich, wenn auch in geringerem Masse, der Katalasegehalt doch erhöht.

Nach Injektion von 1 Gramm einer 48 Stunden alten Reinkultur von Milchs&urebakterien (aus spontan versüuerter Milch isoliert), mit 100 Gramm physiologischer Kochsalzlösung in ein gesundes Hinterviertel, entstand 24 Stunden spater eine ziemlich heftige Mastitis. Die wenige Milch bestand aus Serum mit Gerinnsel; der Katalase sowohl als der Leukozytengehalt erwies sich als stark erhöht. Leo Müller 1) meint, dass pathogene Euter-Streptokokken vermutlich Formen von Bacterium Güntheri sind, die sich parasitaren Umstanden angepast haben. Die Tatsache, dass hier durch Injektion von (nicht Katalase bildenden) Milchsaurebakterien Mastitis entstand, spricht für diese Auffassung.

Wenn wir in Erwagung ziehen, dass das Euter, gleichwie jedeDrüse, nicht nur als Erzeugungs-, sondern auch gleichzeitig als Ausscheidungsorgan tatig ist, und durch seine Grösse iin Yerhaltnis zu anderen drüsenartigen Geweben dazu schon besonders pradestiniert scheint, dann braucht man sich nicht zu wun-

1) Zentralbl. für Bakteriologie; Abt. II. Bd. 17,1907, Seite 468ff.

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