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bei der durch Streptococcus brevis und Streptococcus longus (welche selbst keine Katalase produzieren) verursachten, und bei Kolimastitis, ist der Katalasegehalt meistens sehr stark erhöht; besonders ist dies bei Kolimastitis der Fall. Jedoch muss ich auf Grund des, bezüglich Katalase, bei anderen pathologischen Prozessen Mitgeteilten darauf hinweisen, dass ein erhühter Katalasegehalt in der Milch durchaus nicht i m m e r Mastitis anzudeuten braucht. Eine Untersuchung der Milch aus jeder der vier Zitzen für sich muss bei verdachtiger Milch stets stattfinden; ein bedeutend erhöhter Katalasegehalt aus einer oder zwei Zitzen begrilndet die Yermutung von Mastitis mit ziemlich grosser Sicherheit. Eine ergiinzende Untersuchung auf Leukozytengehalt nach der Methode Tro mins dor ff 1) und darauf folgend eine mikroskopische Untersuchung des erhaltenen Sediments neben den eventuell gefundenen Bakterien und Kokken, und das Finden vieler neutrophiler, feingranulierter Leukozyten, berechtigen uns mit Sicherheit Mastitis zu konstatieren, auch wenn bei klinischer Untersuchung keine Abweichung bemerkt wild.

Dadurch, dass ich die von Trommsdorff und spater ausführlicherdurchRu 11 mann und Trommsdorff 2) beschriebene Methode für die Untersuchung der Milch zahlreicher Kühe angewandt habe, freut es mich mitteilen zu können, dass chronische Mastitis in Niederland, wenigstens in der Provinz Süd-Holland, lange nicht so viel vorkommt als Rullmann und Trommsdorff in der Umgebung von Miinchen fanden (20 — 34 %). Jedoch kommt auch hier in unreinlichen

1) Miinchen. Medizinisclie Wochensclirift l'JOO, No. 12, Seite .541.

2) Archiv für Hygiene 1907, Bd. , Seite 224.

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