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Stallen chronische Mastitis viel mehr vor als in solchen Stallen, in welchen das Yieh hygiënisch verpflegt wird. Nicht nur aus einem sanitaren Gesichtspunkt für den Menschen betrachtet, sondern auch ökonomisch ist dies von grosser. Bedeutung. Bei der Yerfolgung des Lebenslaufes solcher Kiihe hat sich mir namlich gezeigt, dass, nach Abheilung der leichten Euterkrankheiten, der Milchreichtum stets bedeutend zurückgegangen ist. Kommen viele derartige Rinder in einem Stall voi, (und auch hier traf ich bisweilen 10 % an) dann kann der flnanzielle Schaden von Bedeutung sein.

AVie aus dem Experiment mit Aleuronat hervorging, enthalten Leukozyten viel Katalase. Es ist also selbstverstandlich, dass Milch mit einem hohen Leukozytengehalt stets reich an diesem Enzymen ist. Umgekehrt haben wir jedoch gesehen, dass eine hohe Katalaseziffer nicht immer mit einer grossen Leukozytenanzahl gepaart geht.

Viel Katalase und woiiig Leukozyten wird in der Kegel auf einen pathologischen Prozess ausserhalb, viel Katalase und viol Leukozyten meistens auf 'einen Krankheitsprozess innerhalb oder in dor Nahe des Euters hinweisen; dass jedoch auch bei chronischer Mastitis wenig Leukozyten vorkommen können, wies unter anderem der Tierarzt Rühm 1) nach.

Eine klinische Untersuchung bleibt darum stets notwendig.

Es scheint ein bestimmter Zu«»inuienli»ng xwiNcIicn der Art der Bakterien, die die Ursache der Mastitis sind, der Katalasemenge und der Anzahl Leukozyten zu bestehen. Besonders mit Streptococcus longue und coli hat man einen hohen Katalasegehalt und gleichzeitig eine grosse Anzahl Leukozyten.

1) Wochenscbrift für Tierheilkunde und Viehzucht 1908, Bd. 52, No. 7.

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