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sondern es kommt weiter noch entscheidend in Betracht, dass die Standgerichte eines eigentlicli rechtskundigen Beiraths entbehren. Eine solche Organisation lasst sicli nur rechtfertigen, wenn zugleich die Möglichkeit geboten wird, für den Rechtsfall in seinem gesammten Umfange die erneute Prüfung einer höheren Instanz herbeizuführen.

„Was die kriegsgerichtlichen Urtheile anlangt, so liegt zwar hier die Vorhereitung und Leitung der mündlichen Verhandlung in den Handen rechtsgelehrter Beamten. Immerhin wird sich aber — wie die Erfahrungen bei der Rechtspflege aller Lander lehren — nicht vermeiden lassen, dass erst nach dem Urtlieilspruch erster Instanz sich thatsacliliche oder rechtliche Gesichtspunkte ergeben, die bei der Behandlung der Sache gar nicht oder doch nicht entsprechend gewürdigt worden sind und die vom ersten Richter gefallte Entscheidung anfechtbar erscheinen lassen. Nicht nur zum Schutze des Angeklagten, sondern nicht minder zui' Wahrung der vom Gerichtsherrn zu vertretenden Interessen wird unter Umstanden ein zu freier Beurtheilung der Sache berufener höherer Richter angerufen werden. Das Bestehen einer derartigen höheren Instanz verbürgt ausserdem eine eingehende Behandlung der Sache in erster Instanz und wirkt auf die Vollstandigkeit und Sorgföltigkeit der Beweiserhebung, der aktenmfissigen Aufzeichnungen und der Urtheilsbegründung in wünschenswerther Weise ein. Wenn die bürgerliche Strafprozessordnung als Ausgleich für die Nichtgewahrung der Berufung gegen die Urtheile der Strafkammern gewisse Vorschriften zu Gunsten des Angeklagten gegeben hat, wie insbesondere das unbeschrankte Recht zur Ladung von Zeugen zur Hauptverhandlung mit der Wirkung, dass die Beweisaufnahme sich auf letztere zu erstrecken hat '), so konnte ihr in dieser Beziehung der Entwurf aus militarischen Rücksichten nicht folgen, er musste vielmehr der Einführung der Berufung den Vorzug einraumen."

Het komt mij voor, dat deze verdediging der Berufung tegelijk eene scherpe afkeuring bevat van de wijze, waarop de eerste instantie is geregeld. Immers, wanneer toegegeven wordt, dat de „ standgerichtliche Urtheile" minderwaardig zijn en daarom eene „erneute Prüfung" noodig hebben, wordt de eerste instantie niet voor vol aangezien en het zwaartepunt van het proces naar de tweede in-

') §§ 219, 244 der Strafprozessordnung.

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