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Was ist denne das sie geloben odder schweren? Ich wils sagen, vnd sie sollens selbs bekennen mussen ') mit aller welt, das ich nicht feile, Sie verloben vnd verschweren vnsers HERRN Gottes ehelichen stand, Nemlich das sie nimehr ein ehelich weib wollen nemen, solten sie auch ynn alle hurerey vnd vnreinickeit dar vber fallen vnd ewig zum teuffel faren. Ia es geschicht offt, das Gott yhr freuel geloben vnd schweren straffet, da mit das er sie deste mehr vnrein lesset werden, Sie solten des teuffels werck, vnd nicht Gottes werck, als da ist der eheliche stand, verschweren 2), wie alle Christen haben gethan vnd thun ynn der tauffe, Dar aus mag man mercken wie feind die teuffels lerer sind dem ehelichen stande, doch ynn Hypocrysi, das ist, vnter dem scheine der Engelischen heiligkeit, wie auch Paulus saget Colos .2.

Summa, on weib reine leben, konnen nicht alle leute, sondern etliche den es Gott sonderlich gibt, wie Christus sagt, Matthei .19. vnd Paulus .1. Corinth .7. Dem es nicht gegeben ist, was gelobet doch der odder schweret, zuhalten das er nicht kan ? Mochtestu doch auch wol geloben vnd schweren, das du woltest fliegen vber den torm, vnd hast keine flugel. Ia sprichstu, Ich wil Gott bitten vmb keuscheit, Antwort, Das ist wol von noeten, du hast ein weib odder nicht, Aber gelobe vnd schwere nicht, du wirst meineidig. Ist dir aber solche sonderliche gabe gegeben, das du on weib, odder on man rein leben kanst, So gedencke das es eine gabe Gottes sey, vnd gelobe odder schwere nicht, denn der weissest nicht wie lange, Es moechte mit der zeit anders mit dir werden, so hastu dennoch hinfurt den heiligen // ehelichen stand, da zu B du greiffen mugest, weil du merkest, das du solcher muhe 3) nicht mugest vberhaben sein, Muehe hie muehe da, einen gnedigen Gott vnd gut gewissen mussen wir haben, kan ich nicht vnehelich ynn den himel komen so kome ich hinein ehelich, wie geschrieben stehet Hebr .13. Ehrlich sey die hochzeit vnter allen, vnd vnbefleckt die kamer, Die hurer aber vnd die ehebrecher wird Gott richten odder verdammen. Ich schweige hie, das auch einer der nicht benoetiget ist, sonder hat macht seines willens, das ist, dem Gott solche gabe geben hat4), so er anders nicht vntuchtich zur ehe sey, muge ehelich werden, wie Paulus sagt, er sundiget nicht.

1) Verbeterd uit „mnssen".

2) Afzweren.

3) „Muhe" is hetzelfde als „Mühe" en beteekent in dit verband: bezwaar, last. W. Muller u. F. Zarncke, Mittelhochdeutsches Würterbuch, Leipz. 1863, Bd. II, S. 229. Grimm, Deutsches Würterbuch, Leipz. 1885, Bd. VI, Sp. 2628.

4) Wien God zooveel zelfbeheersching geschonken heeft, dat hij zich zou kunnen onthouden.

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