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Umsetzen, womit 5 Personen 2 bis 3 Tage beschaftigt sind, geschieht meisten 3-mal. Erd- und Sandgut aus der Betuwe (Valburg 60000 kg. Kuhmist per ha., ± 200 Gulden an Wert) wird gleichfalls 3-mal umgesetzt. Doch braucht man 4 Monate, um die Gahrung zum erwünschten Ziel zu bringen.

Gemischte Haufen, das sind Haufen, welche Tabak von verschiedenen Gegenden, Sandgut, Lrdgut, Bestgut oder Geizen enthalten, brauchen eine nicht zu bestimmende Gcihiungszeit, die Erfahrung muss dies entscheiden. Einige Male geschieht es wohl, dass Tabak schwer oder gar nicht zum Gahren kommt (Erd- und Sandgut von 94 und 96); dies werde ich sofort erklaren.

Zu gleicher Zeit glaube ich unsern Tabakspflanzern und Handlern eine Mitteilung machen zu mussen, die vielleicht Yeranlassung zu einem Yersuche geben könnte. Die Vermutung liegt namlich nahe, dass ein hoher Stickstoffgehalt des Tabaks die Gahiung zwaï nicht bedingt aber doch stark dazu beitragt. Durch das Hineinbringen von gewöhnlichem Klee (Trifolium pratense) zwischen die Haufen sollte sie zu erreichen sein. Man weiss, dass die Leguminosen stickstoffreich sind.

Wenn die Gahrung beendigt ist, werden die Büschel zu schmalen Reihen angehauft. Hieidurch beugt man der Nachgahrung soviel wie nur möglich vor.

Bei einei Gelegenheit, wo ein Haufen zum zweiten Male umgesetzt wurde, nahm

ich auf ungefahr 60 cm. Tiefe eine Temperatur von 56° C. wahr. Der Wassergehalt

der Blatter war etwa von 25 — 35%, welcher natürlicherweise wechselt mit dem

kürzeren oder langeren Stand des Haufens. Im Algemeinen kann festgestellt werden,

dass Tabak, welcher im Dezember oder Januar gekauft wurde, nach der Brühung

6 % an Gewicht verloren hat. Bei der Fermentation findet also Verlust an Gewicht statt.

Beim Lmsetzen des Haufens zeigte sich deutlich ein honigsüsser, etwas prickelnder Geruch, zugleicherzeit stieg ein feuchter Dunst empor, der als Dampf sichtbar war.

Lackmuspapier, rotes und blaues, und ebenso Curcumapapier zeigten, nachdem sie eine halbe Stunde zwischen den feuchten Blattern auf gut Va m. Tiefe gelegen hatten, keine Reaktion, sodass man als sicher annehmen darf, dass dieser Haufen im Augenblicke dei Gahrung neutral reagierte. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. labak aus dei Betuwe entwickelt kein oder sehr wenig Ammoniak, der von dei Veluwe hingegen liefert als Zersetzungsprodukt Ammoniak. Spater werden wir sehen, dass auch hier Bakterien Ursache davon sind, und dass dies durch künstliche Impfung entstebt. Es gelang mir, einige dieser Ammoniakbilder zu isolieren. Nach diesen wenigen vorhandenen Angaben, ist die Vermutung berechtigt, dass in unsern überseeischen Besitzungen sich Mikroben flnden werden, die ihre eigenen Zersetsungsprodukte bilden; wir sahen ja in dem Augusthefte der Monatsschrift „de Natuur", dass Hansen „Gahrungszellen" gefunden hat, die in kleinen Entfernungen von

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