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Der Tabak

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Die Erscheinung, dass der Betuwer Tabak weniger NH, bildet, muss höchst-

wahrscheinlich der geringen Anwesenheit des B. T. 7, 77, iv oder V zugeschrieben

werden, da der B. Mycoïdes allgemein verbreitet ist. Wenn der Betuwer Tabak

kunstlich mit B. T. 7, 77, IV oder V geimpft wird, entsteht im Anfange der Gahrung reichlich NH;5. 6

Es zeigte sich in den Jahren 1894 und 96 (Tabak von 94 und 96), dass das

Erd- und Sandgut nicht brühen wollte, wahrend das Bestgut, weiehes zuletzt gepflüekt

worden war, sich nicht so hartnackig erwies. Es muss hierfiireine ürsache vorhanden

sein. Es fiel mir auf, als ich in den Monaten August und September des Jahres 1897

die lebenden Blatter untersuchte, dass der B. T. I, IV und V fast immer yen mir

gefunden wurden, wahrend ich sie nicht auf den jungen Blattern im regnerischen Monat Juni fand.

Alle Bakterien, welche auf die Blatter fallen, kommen von der Erdoberflache und werden durch Luftströme darauf gebracht. Im Anschluss an meine Untersuchungen der Luft, die ich friiher mitgeteilt habe, ist die Luft am armsten an eimen, wenn der Boden nass ist. Desshalb vermute ich, dass die regnerischen Sominer von 94 und 96 einen nicht geringen Anteil an dem tragen Verlauf der genannten Gahrung gehabt haben. Die Tabakspflanzer und Fermentierer sollten kunftighin darauf achten. Das Bestgut, welches langer der Luft ausgesetzt war hat auch besser Gelegenheit gehabt, wahrend der verschiedensten Witterungszustandè mehi Bakterien auf seinen Blattern festzuhalten.

Hiermit am Ende dieser Arbeit, habe ich Yeluwer Tabak von einer Sorte in glasernen Schalcben sterilisiert, mit den Kuituren B. T. 7, 77, 777, 77, 7 _j_ 77

7 + 777 u. s. w. geimpft, mit einer Bleischeibe beschwert und langsam auf eine

emperatur von 40° C. gebracht. Die Gahrung habe ich reichlich 6 Wochen ihren

Verlauf nehmen lassen und dann gehemmt. Die Reaktion wurde stets kontrolliert

und m Ubereinstimmung gefunden mit dem, was schon beschrieben worden ist

Dann habe ich unparteiisch diesen Tabak von erfahrenen Handlern und Züchtern

beurteilen lassen, mit dem Erfolge, dass alle, nl. die Herren A. Herschel in

Amersfoort, H. de Hartog und v. Druijnen in Wageningen, Gijsberts Jr.,

in Valburg und N. v. Os Fz. in Amerongen olme Zaudern denjenigen Tabak

erwahlten, welcher geimpft war mit B. Tabaci I + 777, wahrend ein alter Arbeiter

er mpfung mit B. T. IV den Vorzug gab und nacli dieser gleichfalls die Impfung mit B. 1\ I -j- 77/ als die beste angab.

Durch die Impfung mit der Reinkultur von Bacillus Tabaci 1 -f 7/7 erhalt der Tabak ein angenehmes, honigsüsses Aroma. Die Zukunft wird zeigen wie die Gahrung unseres Tabaks verlaufen wird, wenn ich diesen mit den Reinkulturen impfe, welche ich aus unserm indischen und dem Havanna-Tabak isolieren werde. Von der Versuchsstation in Buitenzorg erwarte ich eine Sendung ungebrühten