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n beigehender Figur 12 ist die Einrichtung wiedergegeben, wie sie in meinem Laboratorium besteht, und wie sie benutzt wird, um die Reinkulturen, welche in emen Vaporisator gebracht worden sind, in die Tabaksbüschel unter Luftdruck verstieben zu lassen. Links sieht man eine Wasserstrahlluftpumpe abgebildet, welche zugleicherzeit durch Wasserleitungsdruck einen konstanten Luftstrom erzielt. Die Yomchtung ist oberhalb eines Kiibels aufgestellt. Der Wasserleitungshahn lasst das Wasser (der Minimumdruck ist 2 Atmospharen) in der Richtung der Pfeile W die Yornchtung durchströmen, wahrend zugleicherzeit die Luft in der Richtung der Pfeile L durch die Kautschukverbindung in die rechts abgebildete ChamberlandPasteur-Kerze gepresst wird.

Diese Kerze ist in einem glasernen Mantel mit der gebrauchlichen Fürsorge

mittels Watte abgeschlossen, mittels strömenden Wasserdampfes eine Stunde bei

110" C. sterilisiert worden und, um etwaiger Infektion von aussen vorzubeugen unmittelbar in Anwendung gebracht.

Diese Kerze wird nach Benutzung noch mittels Lufteinpressung kontrolliert ob sie etwa unsichtbare Sprünge oder Risse hat, in dem Falie bilden sich Luftblasen unter Wasser. In die Kerze wird ± 20 cm» kranken Gewebesaftes von Nicotiana gebracht, der Verschluss herrgestellt und die Filtration unternommen. Durch die zusammengepresste Luft wird innerhalb der Kerze ein Druck ausgeübt, sodass der grune, immer bakterienreiche Gewebesaft nun heil braungelb und frei von Bakterien, die auf der Kerze zuruckbleiben, aus der Kerze hervortritt.

Diese Filtration geschieht sehr langsam und das Filtrat ist vollkommen steril

Aus der Kontrolleprobe, welche auf dieses Filtrat angewendet wurde, ergiebt sich!

dass 10-20 Tropfen auf dem sauren und alkalischen Nahrboden (Koeli) keine

einzige Kolonie entstehen lassen. Alle Mikroben, welche bis jetzt mit den starksten

Vergrösserungen und als Kontrolle auf von ihnen angelegten Kuituren wahr-

genommen werden können, dringen also nicht durch das unverglaste Porzellan h in durch.

Dei Fall kann vorkommen, doch er würde einzig dastehen in der Litteratur, dass bei genannten Yorsorgen Mikroorganismen bestehen (siehe Maul- und Klauenseuche), welche unmittelbar die Kerze durchdringen, doch deren Dasein sich weder

bei den mikroskopischen Untersuchungen noch nach dem Inkulturbringen auf diversen

Nahi boden offenbart. Letzteres ist nicht von so überwiegender Bedeutung, da viele

sichtbare, besonders für den Menschen pathogene Mikroorganismen, lange nicht

beim Zuchten auf künstlichen Nahrboden zur Entwicklung gebracht werden kon n ten.

Ferner erwahne ich, dass erst neulich (Sept, '98) mir der Fall bekannt geworden ist, dass ein Filtrat, sichtbar und bei den Untersuchungen, frei von lebenden Wesen, eine unbegrenzte Infektion von Individuum auf Individu um entfaltete. Ein Gramm