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Hier lagen die Fleckchen nicht zwischen den Nerven, sondern scheinbar ganz unregelmassig verteilt. In B sehen wir den Zustand eines jungen, also Spitzenblattes, in C denjenigen eines der untersten Blatter abgebildet. Die Farbe der Fleckchen der punktierten Blatter zeigt sich zuerst als graublau, doch geht sie im Laufe der Tage in rotbraun über und endigt dort mit dem Tod des Gewebes. Bei den grosseren Flecken nimmt man konzentrisch gefarbte Kinge wahr, von denen die am meisten nach aussen liegenden stets am dunkelsten sind. (Fig. M.) Wenn wir die Tabaksfelder besuchen, sehen wir bei den kranken Exemplaren die jüngsten Blatter im Zustande i?, die alteren im Zustande C. Einige Felder sind selbst rot gefarbt und scheinen wie mit Blut übergossen. Die Krankheit herrscht dann auf solch einem Felde sehr stark und zeigt sich in dieser Form Jahr für Jahr. Es ist eine öfters beobachtete Erscheinung, dass Pflanzen, die verwundet oder krank sind, einen roten Zellsaft bilden. Wahrscheinlich ist dieser Umstand, auch nach den neueren Untersuchungen von F lam mar ion, gunstig für die Atmung. Nicht alle Lichtstrahlen haben dabei eine gleiche Wirkung. Im gelben Licht ist die Zerlegung der Kohlensaure am starksten und nimmt nach den Spektrumfarben nach links und rechts ab. Die Spaltung der Kohlensaure findet also starker hinter gelben und roten, schwacher dagegen hinter blauen Farben statt. Dies ist auffallend, da doch gerade die blauen Farben mit ihrer kürzeren Wellenlange zu den intensiv wirkenden chemischen Strahlen gehören, und z. B. das photographische Papier am starksten zersetzen. Könnte auch hier nicht die rotbraune Farbe der Flecken die Pflanze im Kampfe gegen die schadlichen Einflüsse der Krankheit beschützen und dadurch die Assimilation befördem? Im September sind alle jungen Blatter dunkelgrün gefleckt und dabei vollstandig missgetaltet, wahrend die alteren ganz dunkelbraun gefleckt sind. Nicht selten fallen aus den Blattern ganze Stücke heraus und gcheint es, als ob Insekten das Blatt ausgefressen hatten. (S. die punktierte Linie in Fig. G) *).

Dies ist der gewöhnliche Yerlauf der Krankheit.. Unter den günstigsten Verhaltnissen werden im Sommer und nach abwechselndem Wetter die jungen Pflanzen innerhalb drei Wochen krank. Gelangt das Virus in altere Pflanzen, dann entsteht die Krankheit etwas spater. Dabei ist noch ein Unterschied in der Zeit

!) lm Sommer 1899 habe ich die Tabaksfelder mit dem Zweck besucht, zu erforschen, ob auch Pflanzen zu finden waren, welche die, nicht infektiöse Pockenkrankheit zeigten, (Iwanowski). Allerdings waren auf einem Feld drei Pflanzen vorhanden, die auf den mittelsten Blattern kleine Fleckchen hatten, die von denen der Mosaikkrankheit abwichen. Bei einem zweiten Besuch nach Verlauf von etwa 10 Tagen jedoch erwies es sich, dass dieselben Pflanzen in ihren Spitzenblattern die Symptome der Fleckenkrankheit zeigten.

Ich hoffe, hierauf spater zurückzukommen, wenn ich für diese Untersuchung geeignetes Material finden kann.

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