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Gott abgewendet, sondern auch ein Feind Gottes worden, dass er nur Lust und Willen hal zum Bösen und was Gott zuwider ist. (Gen. 8: 21.) Ja so wenig wie ein toter Leib sich selbst lebendig machen kann zum leiblichen irdischen Leben, so wenig mag der Mensch, so durch die Sünde geistlich todt ist, sich selbst zum geistlichen Leben aufrichten.

S. 526. Dagegen aber wird recht geredet, dass Gott in der Bekehrung durch das Ziehen des Heiligen Geistes aus widerspenstigen, mutwilligen, willige Menschen mache, und dass nach solcher Bekehrung in taglicher Übung der Busse des Menschen wiedergeborner Wille nicht müssig gehn, sondern in allem Wirken (lat. „in omnibus operibus") des Heiliges Geistes, die Er durch uns thut, auch mitwirke....

Dann, so der Heilige Geist des Menschen Willen allein

durch seine göttliche Kraft und Wirkunggeandert und erneuert; alsdann ist der neue Wille des Menschen ein Instrument und Werkzeug Gottes des Heiligen Geistes, dass er nicht allein die Gnade annimmt, sondern auch in folgenden Werken des Heiligen Geistes mitwirkt.

S. 593. ff. Derhalben auch die heilige Schrift des unwiedergebornen Menschen Herz einem harten Stein, so dem der ihn anrührt nicht weicht, und einem ungehobelten Block und wilden unbandigen Tier vergleichet, nicht dass der Mensch nach deni Fall nicht mehr eine vernünftige Kreatur sei, oder ohne Gehör und Betrachtung des göttlichen Wortes zu Gott bekehret werde, oder in ausseren weltlichen Sachen nichts Guts oder Böses verstehen, oder freivvillig thun und lassen könne.

Dann wie Luther im 90. Psalm spricht: In weltlichen und ausseren Geschaften, was die Nahrung und Ieibliche Notdurft betrifft, ist der Mensch witzig, vernünftig und fast geschaftig, aber in geistlichen und göttlichen Sachen, was der Seelen Heil betrifft, da ist der Mensch wie eine Salzsaule, wie Loths Weib, ja wie Klotz und Stein, wie ein todt Bild, das weder Augen noch Mund, weder Sinnen noch Herz brauchet; sintemal der Mensch den grausamen, grimmigen Zorn Gottes über die Sünde nicht siehet noch erkennet, sondern fahret immer fort in seiner Sicherheit, auch wissentlich und willig, und komint darüber in tausend Gefahrlichkeit, endlich in ewigen Tod und Verdammnis, und da hilft kein Bitten, kein Flehen, kein Vermahnen, ja' auch kein Draueii, Schelten, ja alles Lehren und Predigen ist bei ilirn verloren, elie er durch den Heiligen Geist erleuchtet, bekehrt und wiedergeboren wird, darzu denn kein Stein oder

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