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jiinger sei als Philitas, der etwa von 340 bis 285 oder 283 gelebt hat1). Diese Vorstellung ist sicher richtig; aber der Schluss, den er daraus zieht, ist unzulassig. Philitas und Hermesianax, sagt er, waren Zeitgenossen; wenn also Nikander jünger ist als Philitas, so kann er auch Hermesianax nicht gekannt haben. Das ist unrichtig, denn Hermesianax war ein jüngerer Zeitgenosse des Philitas und hat diesen nachweislich überlebt. Nikander, so fahrt er fort, führt Hermesianax, in seinem Werk über die kolophonischen Dichter als einen alteren, d. h. als einen bereits verstorbenen Schriftsteller an: folglich kann er ihm nicht eins seiner Werke gewidmet haben. Wiederum ein falscher Schluss, denn N ikander könnte doch sehr wohl in seiner Jugend Hermesianax noch gekannt und ihn spater in einem Buch unter den verstorbenen Dichtern seiner Heimatstadt aufgeführt haben. Aehnlich hat ja z. B. Hermesianax selber seinen alteren Freund Philitas unter den früheren Liebesdichtern genannt. ~) Das Scholion ist also für die Bestimmung des Alters des Nikander zunachst wertlos; halten wir nur soviel fest, dass es unter den Grammatikern welche gegeben hat, die meinten, Nikander könne dem Hermesianax sein Werk noch gewidmet haben. und andere, die dieses verneinten.

Vita Nicandri (Schol, in Nic. Ther. ree. Keil, S. 3): %pzvx'Zs êyévstc v.y-y. "Attz/.cï tvj tsXsutxïov xpi-xvrx ïlipyxfisu, 'l: kxt£ï.ó5*i ■j-z'; Vxpxiom, :c irpcvQuvel '/.syx'j s:jtxs'

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Diese zwei Stellen müssen zusammen betrachtet werden, weil

l) Susemihl, Gesch. der griech. Litt. in der Alex. Zeit, I, S. 176. -') Athen. XIII. 597, e, f.

VOLLGRAFF, Nikander und Ovid, I. 2

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