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sie ofifenbar auf dieselbe Quelle zurückgehen. Das beweist, abgesehen von den Uebereinstimmungen im Wortlaut, das Vorkommen desselben historischen Fehlers in beiden. Attalos III ist bekanntlich nicht von den Römern gestürzt worden, sondern hat das römische Volk zu seinem Universalerben eingesetzt. Dass der G'ewahrsmann, von dem unsere zwei Lebensbeschreibungen abhangig sind, dieses nicht wusste, kennzeichnet ihn als einen ungelehrten Mann. Hei Suidas wird ausserdem noch Attalos III mit Attalos I verwechselt, wenn man nicht (was sich nicht sicher entscheiden lasst) mit O. Schneider (cj) Tx?,xtoi/ixviv schreiben soll. Mit der Verlegung des Xikander in die Zeit Attalos' III >steht die schlechte Ouelle, der sie verdankt wird, in unserer Ueberlieferung allein. Aus den angefiihrten Y'ersen mit der Anrede an einen König Attalos von Pergamon ist leider nicht klar ersichtlich, an welchen Fürsten dieses Namens sie gerichtet waren. Sowohl Attalos III als Attalos II und Attalos I haben so angeredet werden können, dieser letzte allerdings nur wahrend eines bestimmten Abschnittes seiner Regierungszeit, aber da gerade war diese Anrede sehr passend und vielsagend. Attalos' I ~x-fxioc sein angestammtes Land war die Stadt Pergamon

mit der umliegenden Landschaft. Er selbst hatte durch seine Lroberung Kleinasiens im J. 228 das grosse pergamenische Reich gegründet. Diese Machtstellung behauptete er zunachst ungeschmalert bis 222. J) Dann verlor er in einem unglticklichen Kriege alle seine F>oberungen und sah sich wahrend einer Reihe von Jahren tatsachlich abermals auf das kleine, ihm von seinem Vater nachgelassene Gebiet beschrankt (cf. Polyb. IV, 48, 2: ■j~ A%xioïi Tj-js/.vj.xijA'ji: sh rt)v vxTpxxv xp%jy), bis es ihm vom J. 218 an gelang, sein Königreich (darunter aucli Kolophon -) w iederzugewinnen. Vorausgesetzt also dass Xikander diesen P ürsten mit den Worten: ':c xtijpov xè 7rxTpxis> h%si: anredet, so müsste der Vers zwischen 222 und 218 geschrieben sein. Vor dieser Zeit ware das darin Gesagte zu selbstverstandlich gewesen, um ein Lob sein zu können, nachher aber hatte es die

x) Niese, Gesch. der griech. und maked. Staaten, II, S. 172.

-) Polyb. V, 77, ; f.

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