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Oineus

I

Gorge — Andraimon

Thoas

I

Haimon oder Andraimon II

I

Oxylos

Hieraus ersehen wir, das es eine Zeit gegeben hat, wo die Aitoler unter lokrischem Kinflusse stolz darauf waren, den Heros von Amphissa zu den Ahnen ilires Königsgeschlechtes zu rechnen (cf. Gruppe, Griech. Myth. S. 345 f.) Die auf Nikander zurückgehende Fortsetzung dieses Stammbaumes: Oxvlos Dryops

] I

Andraimon — Dryope

I

Amphissos

giebt ein gerade entgegengesetztes Verhaltnis wieder: sie macht einen neu erfundenen Eponymen von Amphissa zum Enkel des bekannten Aitolerfürsten Oxylos. Eine solche Genealogie ware vor dem Jahre 300 undenkbar gewesen; erst als Amphissa aitolisch geworden war, konnte sie erdichtet werden.

Einen nicht weniger jungen Ursprung verrat die Geschichte des Kragaleus (Ant. Lib. 4: hropeï Six.x-A:c: hepsic-jftêvoiv x' v.xi \bx-yy.lx: '\fii3pxxixsle). Zu einem Sohne des Dryops namens Kragaleus, der im Dryoperlande bei den „Badern des Herakles" wohnte, ') kamen eines Tages, wahrend er seine Rinder weidete, Apollon, Artemis und Herakles uncl wahlten ihn zum Schiedsrichter in ihrem Streit um den Besitz der Stadt Ambrakia. Die Griinde, welche jede Partei vorbrachte, werden ausführlich mitgeteilt. Apollon behauptet, die Stadt müsse ihm gehören, weil sein Sohn Melaneus, der Dryoperkönig, ganz Epeiros erobert

') »Bader des Herakles» hiess die Ouelle an den Thermopylen und dort wohnten Dryoper, wie denn Dryops Ant. Lib. 32 auch Sohn des Spercheios heisst. Allein der Name kam auch sonst in Griechenland vor und es gab auch in Epeiros Dryoper; nach Ovid, Metam. XIII, 713 f. stand der Stein, in den Kragaleus verwandelt worden war, in Ambrakia.

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