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Herakles zu, Apollon aber versteinerte ihn dafür in seinem Zorne auf der Stelle.

Bei der Beurteilung dieses Götterstreites wird man davon auszugehen haben, dass er die dichterische Wiedergabe irgend einer geschichtlichen Lage sein muss, bei der es sich darum handelte, ob Ambrakia zu einem Staat gehören sollte, der Apollon und Artemis als seine Hauptgötter verehrte, oder zu einem solchen, für dessen Vertreter Herakles gelten konnte. Die Geschichte wird ja vom Dichter selbst nicht eigentlich in die mythische Zeit verlegt, da er Apollon die Gründung der korinthischen Kolonie in Ambrakia erwahnen lasst; er legt dem Gott sogar die Worte in den Mund, man verehre ihn in Ambrakia „sogar jetzt noch" (eri xx) v'jv) als Erretter, was doch offenbar im eigentiichsten Sinne auf die Zeit des Dichters geht! Wenn dieser einen Sohn des Dryops in so spater Zeit leben lasst, so ist das zwar ein wunderbarer Anachronismus, und man kann nur annehmen, dass ein derarliger Widerspruch ihm eben völlig gleichgültig gewesen ist. Ueber das Alter des Tyrannen Phalaikos wissen wir nichts. Xun lehrt die Geschichte, dass gerade zur Zeit Nikanders die Stadt Ambrakia und ihre Umgegend ein heiss umstrittenes Gebiet war. Im J. 294 war die Stadt, nachdem sie zunachst wahrend eines leilsdes iVten Jahrluinderts makedonisch gewesen, epeirotisch und zur Hauptstadt des Königreichs Epeiros geworden. Bald nach dem Sturze des Königtums in Epeiros wurde sie gezwungen, in den aitolischen Bund einzutreten; dieser Lebergang fallt nach Xiese wahrscheinlich 233 oder sonst nach 229, nach Beloch 328. In der Zwischenzeit hat sie jedenfalls einmal aitolische Truppen unter ihren Mauern gesehen, namlich, falls Beloch (Griech. Gesch. III, 1, S. 621) die bei Justin 28,1 erwahnten Kriegsereignisse richtig datiert, um das Jahr 250. Gewöhnlich setzt man sie freilich in das Jahr 239 (Niese, Gesch. der griech. und maked. Staaten, II, S. 264 f.). Wie dem nun auch sei, so glaube ich jedenfalls, annehmen zu diirfen, dass die politische Lage in Akarnanien und Epeiros in der Mitte des Illten Jahrhunderts dem zeitgenössischen Dichter zu seiner Erzahlung die Veranlassung geboten hat. Der Vollgkaff, Nikander und Ovid, i. n

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