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Ueberlieferung ist es aber selbstverstandlich, dass vieles derartige unerklart bleiben muss.

Wenn einmal als gesichert angesehen werden darf, dass die A'itu/.ikx und die 'Y.Tspoio\);/.svx von ein und demselben Dichter des Illten Jahrhunderts herrühren, so wird man von vornherein geneigt sein zu glauben, dass auch die Teupyixx, die sich spater in Rom eines ahnlichen Rufes wie die 'Erepoiov/tevx erfreut zu haben scheinen, ebenfalls demselben Dichter zuzuschreiben sind. Es erscheint aber der Versuch nicht aussichtslos, dieses aus Vergils Georgica noch naher zu erweisen.

Bekanntlich hat Vergil sich für die drei ersten Bücher seiner Georgica die Texpymx und für das vierte die Mehitrtrsvpyixx des Nikander zum Vorbild genommen '). Der Nachweis, den ich zu erbringen versuchen will, bezieht sich auf einen Abschnitt dieses letzten Buches. Nachdem Vergil namlich iiber das Leben der Bienen vieles wissenswerte mitgeteilt hat (was natürlich nicht alles aus Nikander stammt), giebt er schliesslich auch an, wie der Bienenzüchter verfahren soll, wenn ihm seine Bienen plötzlich alle sterben. Er soll dann ein Kalb toten und es mit zerrissenem Eingeweide, aber unverletzter Haut, auf Zweigen und Krautern gebettet liegen lassen: die dadurch entstehende gahrende Faulnis erzeuge spontan neue Bienen. Die Erfindung dieses Verfahrens führt Vergil auf Aristaios, den bekannten mythischen Bienen-

*) Verg. Georg. IVr, I49: nunc age, naturas apibus quas Iupiter ipse addidit, expediam, pro qua mercede canoros Curetum sonitus crepitantiaque aera secutae Dictaeo coeli rcgem pavere sub antro.

Zum Lohn dafür, dass sie ihn in der diktaiïschen Grotte mit ihrsm Honig ernahrt hatten, hatte Zeus die Bienen mit ausserordentlichen Gaben und zaher Lebenskraft beschenkt (Diod. V, 70, 5; cf. Antenor bei Ail. nat. anim. XVII, 35). Demnach gab es also schon vor der Geburt des Zeus Bienen auf Kreta. Dazu vergleiche man Columella, IX, 2, 4: sed ne illud quidem pertinet ad agricolas, quando et in qua regione primum (apes) natae sint, utrum in Thessalia sub Aristaeo, an in insula Cea, ut scribit Euhemerus. an Erechthei temporibus in monte Hymetto, ut Euphronius, an Cretae Saturni temporibus, ut Meander. Es ist ausserst wahrscheinlich, wie van Wageningen (de Verg. Georg. S. 172) mit Recht betont hat, dass Vergil diesen Zug seinem Vorbilde, den des Nikander, entnommen hat.

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