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züchter, zuriick. Die darauf bezügliche, breit ausgesponnene Erzahlung bildet den glanzenden Schluss des durch seinen Stoff sonst durchweg etwas langwierig erscheinenden Lehrgedichtes (Georg. IV, 315—558). Wenn man den Inhalt dieser Sage, der einzigen, welche in Vergils Georgica ausführlich geschildert ist, etwa in der niichternen Art des Antoninus Liberalis wiedergiebt, so lautet er wie folgt: Aristaios war der Sohn der Nymphe Kyrene, einer Tochter des Peneios, und des Apollon von Thymbra. Als dieser Eurydike, der Gattin des Orpheus, nachstellte, wurde sie beim Miehen im hohen Grase von ciner Schlange gebissen und starb infolgedessen. Der ktihne VTersuch ihres Gatten, sie wieder aus der Unterwelt heraufzuholen, misslang, weil er nicht die Kraft hatte. sich an die bekannte Vorschrift zu halten, die 1 ersephone ihm gegeben hatte. \ on da an lehnte er in Kummer und \ erzweiflurg die Liebe aller anderen Frauen ab, bis er von thrakischen Mainaden zerfleischt wurde. Die thessalischen Nymphen aber, deren Gespielin Eurydike gewesen war, vernichteten die Bienen des Aristaios im Tempe-Tal, wo er sich gerade aufhielt. Da wandte er sich um llülfe an seine Mutter Kyrene, welche an der Quelle des Peneios ihren Wohnsitz hatte. Auf ilirem Rat begab er sich dann nach Pallene und zwang den Meergreis Proteus, ihm den Grund des Todes seiner Bienen zu offenbaren. Als er auf diese Weise erfahren hatte, dass es die Nymphen gewesen, die ihm zürnten, opferte er ihnen, und auch dem Orpheus und der Eurydike, und aus den faulenden Körpern der Opfertiere wurden ihm neue Bienenschwarme geboren.

Diese aus zwei verschiedenen Mythen zusammengeschweisste Erzahlung verrat, wie Maass, Orpheus, S. 278 ff. des weiteren ausgeführt hat, sowohl durch ihre ganze Gestaltung, als auch durch einiges Detail, deutlich ihren hellenistischen Ursprung '). Maass hat auch den Versuch gemacht, den Gewahrsmann des \ ergil naher zu bestimmen, und dabei mit schwachen Gründen auf Philitas von Kos geraten. (Cf. Rohde, Heidelb. Jahrbb. 1896,

l) In Vergils Quelle fanden sich starke Entlehnungen aus Homer (Morsch, De Graecis auctoribus in Georgicis a Vergilio expressis, S. 68 ff.; van Wageningen, De Vergili Georgicis, S. 175 ff).

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