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er es mit, aber das Werk erschien doch, denn es war schon in mehreren Abschriften verbreitet:

Trist. I, 7, 24 pluribus exemplis scripta fuisse reur.

Diese verschiedenen Abschriften hatte Ovid zu verschiedenen Zeiten diesem und jenem aus seinem Bekanntenkreis zugehen lassen; sie reprasentierten folglich verschiedene Stufen des Wachsens, der Durcharbeitung und des Feilens des Gedichtes. Jede davon enthieit durchweg für jede Stelle nur eine Fassung; unter sich aber wichen sie an einigen Stellen von einander ab. Als die Metamorphosen nun Gegenstand des buchhandlerischen Betriebs wurden, erhielten sich. wie es in solchen Fallen gewöhnlich geht, an einigen wenigen Stellen zwei verschiedene Fassungen. Die eine Ausgabe hatte die erste, die andere die zweite Fassung, oder auch beide Fassungen kamen neben einander zu stehen oder sie wurden schliesslich mit einander vermischt. In diesem letzten Fall konnte leicht Unverstandliches herauskommen. wodurch der nachste Herausgeber sich veranlasst sehen musste, das Storende durch irgend eine eigenmachtige Aenderung zu beseitigen. Ich halte diese \ orstellung der Entstehung einer doppelten Fassung im gegebenen Fall fiir natürlicher und wahrscheinlicher als die von Magnus geschilderte, zu der ich mich früher auch bekannt habe; dass sie jedenfalls möglich ist. wird mir, denke ich, jeder zugestehen.

Metam. \ I, 280 ff. spricht die schwer getroffene Niobe in der schmerzlichsten Erregung folgende VVorte:

280 pascere crudelis nostro Latona dolore,

281 pascere, ait, satiaque meo tua pectora luctu

282 corque ferum satia, dixit. per funera septem

283 efferor. exulta victrixque, inimica, triumpha.

284 cur autem victrix? etc.

Man hat an die Wiederholung desselben Wortes in den \ ersen 281 und 282 Anstoss genommen und sie auf zwei verschiedene Weisen zu beseitigen versucht. Am besten kann

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