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Liegt es nicht nahe, in deni Führer wieder Nikander zu vermuten? Kenntnis der Lokalitat verrat ja auch Ys. 320, wo Deukalion und Pyrrha die korykischen Nymphen anbeten, denn die korj'kische Grotte war tatsachlich an erster Stelle den Nymphen geweiht]).

Nach der Entstehung des neuen Menschengeschlechtes aus den von Deukalion und Pyrrha geworfenen Steinen beschreibt Ovid, wie auch die übrigen Lebewesen wieder neugeboren aus dem Schoss der Erde hervorgingen (Vs. 416—437). Die Anschauung, dass die bestehenden tierischen Organismen zu Anfan»

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parthenogenetisch in der Erde erzeugt worden sind, stammt bereits aus der ionischen Philosophie her und darf'seit Aristoteles und Iheophrast wohl als Gemeingut aller Gebildeten betrachtet werden. Es ware nicht angangig, über Ovids direkte Quelle für eine so allgemein verbreitete Anschauung etwas ermitteln zu wollen. Eher könnte man das versuchen in Hezug auf das speziellere Beispiel, das Ovid zum Beweise der Möglichkeit der Neuentstehung der Tierarten anführt. dass namlich im Xiltal die Landleute beim Pflügen manchmal noch unvollstandig

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gebildete und von der Erdscholle, aus der sie entstünden, noch nicht völlig gelóste 1 iere fanden. Auch Pomponius Mela (I, 9, 52) erzahlt dasselbe. und Diodor bezeugt. dass die Aegypter dieses als Beweis dafür betrachteten, dass die Lebewesen überhaupt und folglich auch die Menschen zuerst in ihrem Lande entstanden seien. Aus Diodors Worten ersehen wir ausserdem, dass die gemeinten Fiere vor allen eine Art grosse Mause waren, die man in der Gegend von Theben antraf; bis auf die Brust und die Yorderpfoten pflegten sie vollstandig ausgebildet zu sein -). Auf dasselbe spielt Cicero an. wenn er sagt, die Arkader und die Athener betrachteten sicli als Erdgeborene nach Art jener

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