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tosthenes aufgebrachten Fassungen der Sage voraussetzt und sie mit einander verbindet '). Wenn er aber annimmt, dass Ovid diese zwei Fassungen selber kontaminiert liabe (S. 324), so behauptet er m. E. etwas sehr unwahrscheinliches; vielmehr ist auch hier wieder als Vorlage Ovids ein spateres hellenistisches Gedicht anzunehmen. Dieser Quelle wü.de ich auch das am Schluss Erzahlte, das sicli sonst in der griechischen Litteratur nicht erwahnt findet, zuteilen. namlich dass Juno üceanus und Tethys überredet, die Barin vom Mee re fern zu halten (Vs. 508—530). Die bei Hygin fab. 177 angeführten Verse unbekannter Herkunft, die auf dasselbe Gedicht zurückgehen mogen, können für die Ermittelung der Quelle Ovids nicht in Betracht kommen.

Es folgt. diesmal oline einen der Handlung entnommenen lebergang, die Erzahlung vom Farbenwechsel des Raben(Koronis), in welche die im Motiv verwandte Geschichte von der Bestrafung der Krahe (Erichthonios und die Töchter des Kekrops) willkürlich eingefügt ist. In genau derselben Weise waren diese beiden im Grunde gar nicht zusammengehörigen Sagen von Kalhmachos mit einander in Verbindung gesetzt worden, der daher lner als Ouelle Ovids anzusehen ist, falls es namlich nicht, was durchaus nicht undenkbar ware, noch ein vermittelndes Zwischenglied zwischen ihnen beiden gegeben hat. Ausserdem fugt Ovid hier in sehr geschickter Weise noch zwei andere griechische Vogelmythen ein. für die keine griechischen Bearbeitungen nachweislich sind, namlich die Verwandlung der Tochter des Phokiers Koroneus in eine Krahe und der Lesbierin Nyktimene in eine Eule.

Sehr vorteilhaft unterscheidet sich dann von den vorigen der Uebergang von der Geschichte des Raben zu der Verwandlung der lochter des Chiron, welche sonst Hippe, bei Ovid aber, wie viele Nymphen, Okyrrhoe heisst. Jene endet mit der Geburt des Asklepios, den Apollon alsbald gemass der alten Ueberheferung dem weisen Kentauren zur Erziehung und Unter-

') Franz. De Callistus fabula, Leipziger Stud. XII (18901.

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