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Steuermann bezeichnet, fiir einen Eigennamen gehalten hatte, ware denkbar, aber doch nicht eben wahrscheinlich. Man wird also, um sovvohl der Uebereinstimmung wie der Verschiedenheit Rechnung zu tragen, die Beziehungen zwischen Ovid und Hygin nicht so darstellen mussen:

X

Ovid Hygin

sondern so:

X

Y Z

Ovid Hygin Nonnos Weiter lasst sich auch zeigen, wie man es nach allen Analogieën auch von vornherein erwarten musste, dass Ovids griechische Quelle dem hellenistischen Zeitalter angehört. Wie Kienzle S. 25 f. gezeigt hat, finden sich bei Ovid zwei ursprünglich verschiedene Rrzahlungen des Abenteuers zu einem langeren Ganzen verschmolzen. Dadurch ergiebt sich zwar kein innerer \\ iderspruch und keine L nklarheit, wohl aber kennzeichnet ein solches Verfahren den spateren Dichter, den Verfasser der hellenistischen Vorlage Ovids. Die Abhangigkeit von einer gemeinsamen hellenistischen Quelle hat für Ovid und Hygin zuerst Crusius erwiesen (Philol. 1889, S. 220 ff.). Der unberechtigte \\ iderspruch Kienzle's, der iibrigens die Verschiedenheit in dem einen Namen gar nicht berücksichtigt, hat mich veranlasst, Crusius' Griinde noch einmal zu wiederholen.

Das vierte Buch der Metamorphosen hebt mit der Geschichte der drei Minyaden (oder Minyeiden) an, welche Dionysos nicht als Gott anerkannten und zur Strafe in Fledermause verwandelt wurden. Diese Sage muss in ihrem Kern recht alt sein : Korinna hatte sie erzahlt, und die Annahme, dass sie den Stoff von

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