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zur Folge. Ebenso produziert die Stammesmitte nur dann Rhizoiden, wenn dieselbe eingesteckt worden ist.

Fissidens scheint allerdings eine Ausnahme zu machen. Es entstehen bei dieser Pflanze auch Rhizoiden aus nicht Kontakt vermittelnden Blattachseln.

Auch bei Mnium wird die Entwicklung der Regenerationsfilden durch Kontakt bedeutend bevorzugt. Man vergleiche bloss was Lange und Quantitat betrifft, die Faden, die sich in Wasser entwickeln mit denen, die beim Kontakt mit Sand oder Filtrierpapier entstanden.

Gerade die Eigenschaft, dass ihre Ausbildung so sehr vom Kontakt beeinflusst wird, würde auf eine „Rhizoiden" Natur dieser zweideutigen Gebilde hinweisen. Bei anderen Gattungen, wo die Regenerationsbildungen eine völlige Protonemanatur besitzen, übt der Kontakt auf sie keine vorteilhafte Wirkung aus; im Gegenteil, die Protonemaentwicklung wird gerade durch entgegengesetzte Bedingungen gefördert; so namentlich durch ein flüssiges Milieu. Ich mache hier bloss aufmerksam auf die enorme Ausbreitung, die das Blattprotonema von Hookeria in Fliissigkeit erreicht, auf die Steigerung der Protonemabildung an der apicalen Schnittflache von Hookeria-und Fissidensstammen unter Wasser, schliesslich auf die Keimung der Hookeria-Brutknospen unter Wasser, die in feuchter Luft unterbleibt. Ja, ich möchte den charakteristischen Merkmalen fiir Rhizoiden und Protonema (wie auf Pag. 3) eine physiologische Eigenschaft hinzufügen; namlich zu denjenigen der Rhizoiden: „Entwicklung an Kontakt mit festen Teilchen gebunden", und zu der von Protonema: „Entwicklung durch ein wasseriges Milieu bedeutend gefördert".

Doch die Regenerationsgebilde an den Blattern und Stammen von [Mnium desshalb als Rhizoiden zu erklaren, im Gegensatz zu allen andern Regenerationsbildungen, die Protonemanatur haben, möchte ich nicht. Es ist aber merkwürdig, dass das Protonema mit der aussern

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