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war, zeigt sich daraus, dasz als Leycester 1586 alle Ausfuhr von Butter und Kase aus dem nördlichen Bezirk von Noord-Holland verbot, hierdurch eine allgemeine gedrückte Stimmung eintrat und viele vornehme Kaufleute nach einem andren Orte zogen. (')

In jenen Zeiten wurde der meiste Handel mit Vieh und Molkereiproducten getrieben in Danemark, Schweden, Holstein, Spanien und Portugal, indem auch zwischen den verschiedenen Provinzen wechselseitig schon in Vieh gehandelt wurde. So wurden 1435 schon Rinder aus Friesland nach Noord-Holland transportiert und im Anfang des 16"" Jahrhunderts ging aus Noord-Holland auch schon Rindvieh nach den östlichen Provinzen, unter andern nach Gelderland. Auch musz zu der Zeit das niederlandische Rind schon ausgezeichnete Eigenschaften gehabt haben. Dies ist n;cht nur abzuleiten aus der groszen Quantitat Molkereiprodukte, die bereits damals verhandelt wurden (Guicciardini schatzte den Erlös an Butter und Kase jahrlich auf eine Million Karolus Gulden), jedoch wird z.B. auch erwahnt, dasz die Stande von Holland 1568 Al va zwei fette Ochsen anboten, von denen der eine 3000 Pfund wog(2).

Den 7"n November 1618 wurde in der Wage zu Hoorn ein Ochs von 2100 Pfund gewogen, indem in Spatjahr 1738 zu Amsterdam eine Kuh von 2300 Pfund gewogen wurde. Aus diesem und jenem zeigt sich wohl de rhohe Aufschwung, den die Viehzucht damals schon in unserem Lande genommen hat.

Diese Güte des hollandischen Viehes wird auch wie Duerst (Ulustr. Landw. Zeitung 1903 Aug. nr. 64) erstmals mitteilte, auch von einem französischen Edelmanne hervorgehoben, der aber die hollandische Rinder als indische bezeichnet, indem er — wie dies damals allgemein gebrauchlich — das Heil der Viehzucht auch von dem Sagenhaften Indien her erwartete.

(') O. J. Hengeveld. (2) Th. Schrevelius.

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