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(den fliegenden Krebs) nannte. Weiter werden noch »epizootien« genannt in den Jahren 1689, 90, 91, 93, 95 und 98.

Bei der Beschreibung dieser Viehkrankheiten finden wir keine einzige Angabe über die Grösze der Verluste und ebenso wenig kann man mit einiger Sicherheit sagen welche Krankheiten in diesen Jahren geherrscht haben. Im 18ten Jahrhundert wird dies anders und finden wir genauere Angaben. Dann wütete die gefürchtete Rinderpest in unsrem Lande in gröszeren oder kleineren Zwischenraumen.

G. J. Hengeveld (1) giebt über diese Seuche folgende Daten. 1713 kam die Rinderpest in Holland, 1714 in Friesland und Groningen. In Friesland allcin starben in 13 Monaten 52858 Rinder, indem man für das ganze Land die Totalsterbe in diesen Jahren auf ungefahr 300.000 Stück schatzt.

Die zweite Invasion der Rinderpest fand in den Jahren 1744 56 statt. Die Seuche wütete damals mit auszergewöhnlicher Heftigkeit, so gewaltig, dasz Holland in drei Jahren zwei Drittel seines Viehes verlor und Friesland vom 1. Oktober 1744 bis 1. September 1745 109597 Stück. In Noord-Hollands »Noorderkwartier« (Nördlicher Bezirk) starb 5/7 des ganzen Viehbestandes und man erzahlt, dasz die Verluste so grosz waren, dasz man die Hauser umsonst weggab und mehr Möglichkeit hatte einen Hasen als einen Bauer zu begegnen.

Von 1756—1765 horen wir nicht viel davon, obgleich es sehr wahrscheinlich ist, dasz sie doch stellenweise fortwütete. 1768 und namentlich 1769 erhob sie sich wieder mit voller Kraft über das ganze Land, indem sie 1766 in Friesland bereits so gewaltig herrschte, dasz nach van der Aa in den letzten sechs Monaten nicht weniger als 97.756 Stück der Seuche erlagen. Vom 1 September bis 1 Oktober 1769, also in einem Monat

(') G. J. Hengeveld, Het Rundvee.

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