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starben in Zuid-Holland 18.401 Rinder, in Noord-Holland 11.973, zusammen in diesen beiden Provinzen also mehr als 30.000 Stück. Vom Anfang 1768 bis 1 Januar 1770 starben in Holland nach Dr. Vink 141.S53 Rinder und genasen 52.206 und dies auf einen Viehbestand, der, wie es sich aus der im Jahre 1800 abgehaltenen Viehzahlung ergab, 261.028 Stück enthielt.

Wie in den »Nieuwe Oefchiedkundige Jaarboeken® erwahnt wird, starben in Zuid-Holland von 1 April 1769 bis 1 April 1782, 283.699 und in Noord-Holland in demselben Zeitraum 112.234 Rinder, zusammen 395.933, wahrend 175.719 kranke Tiere genasen und das allein in diesen zwei Provinzen. Nach dieser Invasion der Rinderpest lesen wir noch von mehreren Krankheiten, die unter unsrem Vieh geherrscht haben, doch keiner von diesen war mit einer so ungeheuren Sterblichkeit verblinden. So kam 1813 die Rinderpest abermals in unser Land, wurde aber in ihrem Fortgang gehemmt mit Hilfe verschiedener Vorschriften und Maszregeln, die man inzwischen behufs der Bekampfung erlassen und ergriffen hatte, welche aber hier nicht weiter besprochen zu werden brauchen.

Wenn man die groszen Verluste, durch Wassersnot und Viehseuchen, verursacht, verbunden mit den wiederholten Kriegen welche geführt wurden, in Betracht zieht, kann es niemand verwundern, dasz die Viehzucht am Ende des achtzehnten Jahrhunderts sich in einem Stadium des Verfalls befand und von dem alten, vortrefflichen Viehslag wenig oder nichts mehr zu bemerken war. Überall muszte man fremdes Vieh ankaufen und es wahrte Jahre ehe dieses Vieh die bekannten guten Eigenschaften wieder besasz. In »De Tegevvoordige Staat van Friesland« findet man hierüber notiert, dasz man allerlei kleines Vieh genötigt war aus Danemark anzukaufen, doch dasz es verwunderlich war wie dieses Vieh schon nach zwei Generationen wieder die vorzüglichen Eigenschaften des früher so ausgezeichneten Viehes besasz.

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