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C. NATURGESCHICHTLICHE BETRACHTUNOEN.

Wie wir schon in den beiden vorigen Abschnitten gesehen haben, stammt das niederlandische Rind von alters her vom urspriinglichen, roten Landschlag, den man über ganz MittelEuropa verbreitet fand. Nicht nur dasz es von den Friesen und Batavieren, bei ihrer Ansiedlung in diesen Landen, mitgebracht worden war, sondern auch in spateren Zeiten, bis selbst ins 18te Jahrhundert fand noch fortwahrend Einfuhr vom kleinen, roten, deutschen Vieh (den sogenannten Münster Kühchen) statt, von denen wir heute noch hie und da in den östlichen Provinzen unsres Landes in gröszerem oder geringerem Masze Nachkommen finden.

Diese Ansicht findet eine starke Unterstützung in den Ergebnissen meiner Farbenforschung, indem zugleich aus den Gemalden des 16ten, 17ten und 18,en Jahrhundert ersichtlich ist, dasz der Typus in jenen Zeiten in bedeutendem Masze vom jetzigen Niederungsvieh abwich und grosze Ahnlichkeit mitdem Landschlag zeigte. Die von Prof. Dr. Duerst in der »lllustrierte Landwirtschaftliche Zeitung® 1903, no. 63, gegebene Reproduktion einer Kuh des gewöhnlichen, alten Landschlages nach einem Kupferstich vom Ende des 16ten Jahrhunderts, zeigt ebenfalls grosze Ahnlichkeit in Typus mit den Gemalden aus jener Zeit, wenn es sich auch nicht leugnen laszt, dasz der Schöpfer dieses Kupferstichs in sehr auffallender Weise die Fehler dieses Viehs wiedergegeben hat.

Jedoch auch auf einem andren Weg ist es vielleicht möglich die Abstammung des niederlandischen Viehes festzustellen. Schon seit einiger Zeit herrscht namentlich in Deutschland ein heftiger Kampf über die Frage, ob die Niederungsrinder wohl oder nicht vom Bos Primigenius Bojanus stammen.

Der bekannte Altmeister L. Rütimeyer unterschied auf Grund

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