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der Messungen von Rinderschadein aus den schweizerischcn Pfahlbauten drei Rinderrassen, namlich:

1. Bos taurus primigenius,

2. Bos taurus brachyceros und

3. Bos taurus frontosus (Nilson), die sehr wahrscheinlich als eine Kreuzung von Bos primigenius und Bos taurus brachyceros zu betrachten ist.

Dieser drei Rassen wurden in spaterer Zeit noch beigefügt:

1. Bos taurus brachycephalus (Wïlckens),

2. Bos taurus akeratos (Arenander) und

3. Bos taurus macroceros (Duerst).

Die beiden Hauptgruppen sind aber Bos taurus primigenius, die als ein direkter, gezahmter Nachkomme von Bos primigenius Bojanus zu betrachten ist, und Bos taurus brachyceros.

Indem Rütimeyer für jede dieser beiden Rinderrassen eine ursprüngliche Wildform annimmt, betrachten Nehring und Duerst den Bos primigenius als den Stammvater aller Rinderrassen. Zwar ist das Entstehen des Bos taurus brachyceros aus dem Bos primigenius in uralten Zeiten nicht naher nachzuweisen, doch dem gegenrtber steht, dasz noch nie eine Wildform des Bos taurus brachyceros mit einiger Gewiszheit nachgewiesen ist. Aus den ausgebreiteten Untersuchungen von Duerst und anderen zeigt sich, dasz man dem Bos taurus brachyceros nicht nur in Europa überall nachweisen kann, sondern auch in Afrika, Vorderasien, und Ostasien. In seinem Werke »Rinder von BabyIonien« kommt Duerst deun auch zu der Schlussfolgerung, dasz wir als Centrum der Verbreitung des Brachycerosrindes den Norden von Indien nachweisen können und dasz dieses Rind sich also, mit groszer Wahrscheinlichkeit, von hieraus über die verschiedenen Weltteile verbreitet hat.

Bis vor wenigen Jahren war die allgemeine Meinung, dasz die Niederungsrinder den Bos taurus primigenius-Rassen angehörten.

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