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DAS FRIESISCHE RINDVIEHSTAMMBUCH.

Dieses Stammbuch wurde inijahre 1879 gegründet. Der Hauptgrund zu derselben scheint gewesen zu sein, dasz man sich in Friesland nicht mit der Arbeitsmethode des niederlandischen Rindviehstammbuches vereinen konnte. Es war anfangs nicht mehr als ein Registraturbuch. Besonders die Amerikaner gaben viel höhere Preise für Tiere, die in ein Stammbuch eingeschrieben waren. Dieses hatte in so weit seine gute Seite, als das Stammbuch hierdurch in Friesland populiir wurde. Als aber von Amerika keine Nachfrage mehr nach friesischem Vieh kam, ging die Lust zur Einschreibung immer mehr verloren und brachen für das Stammbuch schlechte Zeiten an. Nach dem Jahre 1896

als die systematischen Stierschauen eingeführt wurden —

beganti man, abgesehen von der Nachfrage für das Ausland, mehr für das Stammbuch selbst zu fühlen. Man lernte den groszen Wert eines guten Stieres einsehen und besonders im Jahre 1900 besserte sich der Zustand bedeutend und seit dem Jahre 1906 kann man einen groszen Aufschwung aufweisen. Die Anforderungen bei den Körungen sind viel strenger geworden und man sucht möglichst richtige Angaben zu sammeln. Es bestehen jetzt strenge Bestimmungen für das Eintragen der Milchertrage, die nach dem vom Stammbuch festgesetzten Vorschriften bestimmt und berechnet werden müssen, indem die Ernennung der Milchkontrolleure ebenfalls unter Genehmigung des Stammbuches geschehen musz. Auch hat man jetzt angefangen folgende Masze zu nehmen. Bestimmt werden: Rumpflange, Widerristhöhe, Kreuzhöhe, Hüftenbreite und Brustumfang.

In den ersten zehn Jahren nach der Gründung des Stammbuches war es ganz auf eigene Mittel angewiesen, doch 1889 empfing es von der Provinz einen Beitrag von f 500.— jahrlich, welcher Beitrag jetzt f 1000.— betragt. Der Staat bewilligte 1891 fürs erstc Mal einen Zuschusz von f 500— der bis 1907 so

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