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sich über deren absolute Zuverlassigkeit und Unparteilichkeit orientieren konnte.

Ein solches Verfahren erhöht natürlich, wie ich schon bemerkte, in überaus hohem Grade das Vertrauen der Züchter in die Körungskommission, weist zugleich jedem Züchter nach, in welchen Körperteilen seine Tiere nicht entsprechen und spornt denselben so zur Verbesserung der ihm nun genau bekannten Fehler an.

Schlieszlich kann man mit Hilfe eines Punktiersystems so genau wie möglich verfahren und werden Irrtümer, besonders wenn eine grosze Anzahl Tiere gekort werden musz, so viel wie möglich ausgeschlossen, indem man ausserdem Zeit gewinnt, weil nicht so oft Tiere neben einander und mit einander verglichen zu werden brauchen; welche ersparte Zeit benutzt werden kann zur Erteilung der so gewünschten Aufklarung. Auszerdem bekommt eine Körung nach sogenannter freier Beurteilung, a'so ohne Punktierskala schliesslich viel Ahnlichkeit mit einer Körung nach einer solchen Skala da, wenn man am Ende der Körung aus den fünf besten Tieren, den len, 2en, 3en, 4en und 5en Preis auswahlen soll, man doch verschiedene Körperteile mit einander vergleichen musz; und eben hier ist ein Punktiersystem so vortrefflich, weil man dann den Wert dieser Teile im Verhaltnis zu derselben Norm in Ziffern umsetzt.

Es scheint mir ferner empfehlenswert ein Punktiersystem zu wahlen, wobei für Gesamteindruck, proportionierten Bau und Typus eine hohe Zahl Punkte (wenigstens 25 % der Gesamtzahl) zuerkannt werden kann, nicht nur weil ein gut proportionierter Bau, eine genügende Entwicklung im Verhaltnis zum Alter und ein guter Typus sehr erwünschte Eigenschaften sind, sondern auch weil man hierdurch zugleicherzeit die Gelegenheit hat, ein Tier mit vielen gut gebildeten, einzelnen Teilen, aber mit einer derartigen Abweichung, dasz es als Zuchttier untauglich ist, wegfallen zu lassen.

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