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iïIïF.R JUF. MÖGI.ICIÏKEIT EINER Fl.EKTROMAGNKTISf'.IIFX RKfWU'lNnl'NC REK MECHANIK

VON

W. WIEN.

Herr H. A. Lorextz liat vor kurzem (Koninkl. Akad. v. Wetensch. te Amsterdam -'51 Miirz 1900) die Gravitation auf elektrostatische Anziehungen zwisehen den aus Ionen bestehen den Elementen eines Kiirpers zuriick zu fiihren gesucht. Er macht zu diesem Zweck die Annahme, dass die Anziehung zwisehen positi ver nnd negativer Elektrizitiit die Abstossung zwisehen gleichnamigen Elektrizitiiten iiberwiegt. Ich bin dadurch angeregt worden, Betrachtungen iiber denselben Gegenstand zti veröflentlichen, die ich schon vor liingerer Zeit angestellt liabe, wobei ich indessen iiber den LoKKvrz'scheu Standpunkt noch hinaus gehe.

Es ist zweifellos eine der wichtigsten Aufgaben der theoretischen Phvsik die beiden zuniichst vollstiindig isolirten Gebiete der mechanisehen und elektromagnetischen Erscheinungen niit einander zu verkniipfen und die für jedes geitenden Differentialgleichungen aus einer gemeinsamen Grundlage abzuleiten. Maxwell und Thomson und anschliessend Boltzmanx und Hertz haben den' zuniichst sicherlich naturgemiissen Weg eiugeschlagen, die Mechanik als Grundlage zu wiihlen und aus ilir die maxweli.'schen (ileichungen abzuleiten. Zahlreiche Analogieën, die zwisehen elektrodynamischen und hydrodynamischen sowie elastischen Vorgiingen bestehn, schienen immer wieder auf diesen Weg hinzuweisen. Die Hi:ut/,'sehe Mechanik scheint mir ilirer ganzen Anlage nach dafiir ersonnen zu sein nicht uur die ineclianischen sondern auch die elektromagnetischen Erscheinungen zu umspannen. Dass eine mechanische Ableitung der maxwklt/schen Elektrodynamik möglich ist, bat Maxwell bekanntlich selbst gezeigt.

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