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zu Göttingeu, lS'.t!) '); auf diesen verweise ic-h aucli fiir niihere Aus f'ührungen.

:l. Die Namen „Aether" und „Materie''' gebrauche icli in ganz iilinlielien Sinne wie II. A. Lorkntz. Da icli iiberdies sclion inehrfach (ielegenlieit genommen liabe, midi iiber diesen l'unkt auszusprechen. so werden liier wenige Worte geniigen.

Das optische Yerlialten striimender Kliissigkeiten undidinlidie Krscheinungen zeigen, dass die sinnlich walirndimbare Materie bei i li reu Bewegungen selbst im lnnern die Lichtwellen nicht mit sich forttriigt; auch die Aberration des Liclites fiihrt, wie H. A. Lori.ntz gezeigt liat, zu detnselben Scldusse. Indeni wir das Licht nach Maxwi i.i, als einen elektrodvnauiisclien Vorgang autfassen, siud wir gezwungen, im lnnern der Materie nocli einen Trager der elektrodvnainischen Erscheinungen aiizunehmen, der sich an den sinnlich wahrnehinbaren Bewegungen nicht betheiligt. Urn (Hese T/atsacle bequem im It orte zn Iteii/eu, unterscheitleu wirzwiic/eu Aether und Materie. Spekulationen iiber ihr gegenseitiger Verhiiltniss siud fiir die uinraittelbaren Zwecke der Kiekt rodvnainik nicht nothwendig; so kiinnen wireszuin Beis])iel daliingestelll sein lassen, ob es sich 11111 verschiedene Stoll'e, oder uni denselben Stoll' in verschiedenen Zustiinden handelt. Beiden, Materie und Aether sind uns Bilder, die wir von unserem, menschlichen-Stand|)unkt in der Xatur sehen; dein weiteren Kortschrift der Wissenschaft bleibt iiberlassen, zu entscheiden, was ihnen in W irklichkcit entspricht.

Wiihrend die Materie uns in mannigfachsten Variationen der Art, der Anhiiufung und der Bewcgung eutgegentritt, geniigt fiir die Darstellung unserer Erfahrungen die Anuahme, dass der Aether die ganze uns zugiingliche Welt ohne nierkliclie Liicken und ohne inerkliche l?cwegungeii iiberall mit denselben iiusserst einfachen Eigenschaften erfiillt. Dieses gilt auch von dein Bereiche, den die Materie beansprucht, sodass sie ganz von dein Aether durchtriinkt erscheint, ohne ihn merk licli zu verdriingen.

/ur Keiinzeichnung derelektrodynainischeu Eigenschaften des Aethers geniigt cine einzige Konstante, die Lichtgeschwindigkeit / bei Abwe-

') Bei Ti:i i!Ni:it, Leipniff.

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