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Arthropathia tabica

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le. Geval van Büdinger.')

Praataktisches Stadium. Erkrankung der meisten Gelenke des ganzen Körpers (aus der Abtheilung fïïr Nervenkranke des Hofrathes v. Krafft-Ebing).

Franz Schönfeld, 43 Jahre alt, eingetreten am 24. April 1895.

Anamnese: In der Ascendenz des Patienten sind keine Nervenkrankheiten und keine rheumatischen Affectionen nachweisbar, nur eine Mutterschwester (welche in hohem Alter, gegen 80 Jahre alt, starb) war in den letzten zwei Decennien ihres Lebens geisteskrank und gelahmt. Eine Schwester litt sehr viel an Arthritis rheumatica, ging früher an Krücken, soll aber jetzt vollkommen geheilt sein.

Von starken Erkaltungen und Strapazen sind dem Kranken besonders zwei Erlebnisse im öedachtniss geblieben: 1868 wurde er bei einer Eisenbahnreise eingeschneit und blieb beinahe 12 Stunden lang im Schnee; im Jahre 1871 verliess er, weil er ohne Posten war, Salzburg und wanderte in tiefem Schnee durch die Tiroler und Schweizer Gebirgsstadte nach Elsass, wo er in Schledstadt durch 14 Tage wegen erfrorener Füsse im Spital verpflegt wurde. Er verliess dasselbe in vollkommen geheiltem Zustande.

Von Erkrankungen, die Patiënt durchgemacht liat, erwalmt er einen Abdominaltyphus im Jahre 1879, nach dessen Ablaufsich Schmerzen in den unteren Extremitaten einstellten, die in kleinen, blitzartigen Stichen jetzt nog ebenso bestehen, periodisch mit der Witterung auftretend, stets mehrere Tage andauern. 1881 überstand der Patiënt eine linksseitige Pleuritis, 1884 ein Erysipelas faciei, 1888 war er Object einer klinischen Demonstration in der Klinik des Professors Ziemssen; seine damalige Erkrankung bezeichnete er als „Nervenfieber", dessen Hauptsymptome „eine Schwellung des gesammten Körpers" und hochgradige Mattigkeit waren. 1889 überstand er eine Herzbeutelentzündung.

1882 starker G-ürtelschmerz in Nabelliöhe, Gefühl der Einschnürungi seit 1884 nicht mehr bestehend.

1892 trat plötzlich unter ödematöser Schwellung der gesammten rechten unteren Extremitat eine Verandorung des rechten Fusses auf, die ganz schmorzlos war und die jetzige Deformitat einleitete. Gleichzeitig bildeten sich Fistelöffnungen über beiden Trochanteren, aus denen sich eine blutig-eiterige Flüssigkeit entleerte. Der Hüftgelenksprocess war sonst vollkommen schmerzlos, nur der Druck auf die Haut verursachte Schmerzen. Nach sechs Wochen waren die Fistelöffnungen geschlossen. Patiënt wurde aus dom Spitale entlassen und hatte jetzt rechts einen Plattfuss, konnte aber ganz gut gehen. Die ödeinatöse Schwellung scliwand erst nach einjahrigem Bestande.

') Büdinger 1. c. pg. 6—12.